Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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BUNDESWEHR

„Porträt in Oliv“ vom 2. Oktober 2005

Sie haben brillant beobachtet und dabei vieles zum Ausdruck gebracht, das ich persönlich auch so erlebt habe (Wehrdienst 1997). Ich (Jg.1969) bin erst nach dem Studium eingezogen worden und behalte die Bundeswehrzeit als sehr skurril und lustig in Erinnerung.

Dr. Benedikt Vallendar, Steyler Mission Gemeinnützige Gesellschaft für auswärtige Missionen mbH, Sankt Augustin

60 JAHRE TAGESSPIEGEL

Jubiläumsausgabe vom 27. September 2005

Meine Erinnerungen gehen bis in das Jahr 1947 zurück. Ich ging zwar noch nicht zur Schule, konnte aber schon ein wenig lesen. Neben den Überschriften, die ich buchstabierte, interessierte mich die Weltkugel mit dem Logo „rerum cognoscere causas“. Nachdem ich das entziffert hatte, fragte ich meinen Vater, was das heiße und er antwortete: „Den Hintergrund der Dinge erkennen / den Dingen auf den Grund gehen.“ Das scheint mir ein Wahlspruch, der nicht nur für Journalisten passt. Mir ist er lebenslang die Richtschnur gewesen.

Joachim Nötting, Kempen

Seit Frühjahr 1946 lese ich diese Zeitung im Abonnement. Besonders gern erinnere ich mich an die Artikel von Dr. Karl Silex, die Feuilletonbeiträge von Heinz Ohff und die Glossen von Günter Matthes. Unvergessen auch die wunderbaren Fernsehkritiken von Michael Stone. An den heutigen Ausgaben erfreuen mich die Beiträge von Pascale Hugues und Roger Boyes besonders.

Günter Kiess, Berlin-Steglitz

HOLOCAUST-MAHNMAL

„Nationalfeiertag – und das Mahnmal geschlossen“ vom 4. Oktober und „Holocaust-Mahnmal soll an Feiertagen geöffnet bleiben“ vom 5. Oktober 2005

Mit Entsetzen habe ich zur Kenntnis genommen, dass der „Ort der Information“ am Holocaust-Mahnmal am 3. Oktober 2005 geschlossen war. Gerade dieser Nationalfeiertag ist die ideale Gelegenheit, sich mit der deutschen Geschichte auseinander zu setzen.

Ich wundere mich sehr, dass die Initiatoren für den Bau dieser bedeutenden Gedenkstätte einige Monate nach der wohl etwas zu kostspieligen Eröffnung keinen Elan mehr fanden, um gegen deutsche Bürokratie anzukämpfen. Wo ist denn Frau Lea Rosh, die einst so vehement für ihr Lebenswerk auf die Barrikaden ging? Hat das Mahnmal noch irgendeine Bedeutung für sie?

Uwe Ulrich, Berlin-Prenzlauer Berg

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