Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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KOALITION

„Abgang mit Weile“ vom 20. Oktober 2005

Ein großes Lob für Ihre Qualitätszeitung – im wahrsten Sinne des Wortes –, die mir in Berlin meine geliebte „Süddeutsche“ ersetzt…

Eine kleine ethnografische Anmerkung zum Artikel von Mirko Weber:

Die im letzten Absatz dargestellte Opposition von Altbayern, Franken und Oberpfälzern ist so nicht ganz richtig, da nämlich die Oberpfalz auch zu Altbayern gehört, ebenso wie Niederbayern und Oberbayern. Nur Franken und Schwaben sind Beutebayern seit Napoleon.

Aus meiner Sicht ist der kleine Zuordnungslapsus bezüglich der Oberpfälzer für eine Berliner Zeitung jedoch durchaus verzeihlich. Sie erhalten hiermit meine oberpfälzische Absolution.

Martin Dirnberger,

Berlin-Prenzlauer Berg

NOBELPREIS

„Bizarre Wahl“ vom 14. Oktober 2005

Sigrid Löffler hält Pinter für „démodé“, Dennis Scheck spricht von einer „Beleidigung der Weltliteratur“. Warum? Weil es altmodisch ist, politisch Stellung zu beziehen? Zum Glück haben Theaterleute wie Jürgen Flimm und Moritz Rinke eine andere Einstellung zu dem angeblich überholten Nobelpreisträger.

Stefanie Hartmann, Berlin-Kreuzberg

SPD

„Der Zukunft zugewandt“

vom 16. Oktober 2005

Rudolf Scharping hat sich mit dieser klugen Denkschrift eine Rehabilitation bei jenen verdient, die bei Nennung seines Namens in den vergangenen Jahren nur noch in Gelächter ausgebrochen sind.

Rüdiger Strauch, Hamburg

STOPFLEBER

„Der Tag, an dem die Franzosen die Gänse austricksen“ vom 20. Oktober 2005

Liebes uem! Sie haben mir heute einen so vergnüglichen Morgen bereitet, dass ich zum ersten Mal an den Tagesspiegel schreibe. Als frankophile Berlinerin bin ich von der Maßnahme der Franzosen begeistert, fürchtete ich doch seit langem, die EU könnte die Stopfleber vernichten. Ich gestehe, diese kulinarische Köstlichkeit genossen zu haben und weiter zu verspeisen! Vive la France!

Sigrid Wehke, Berlin-Reinickendorf

Ich bin empört über so einen schrecklichen Artikel auf der ersten Seite zu der furchtbaren Tierquälerei des Gänsestopfens. Wie kann man darüber Witze machen und auch noch Rezepte anbieten?

Renate Bremmert, Berlin-Rudow

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