Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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PALASTABRISS

„Gnadengesuch für den Palast“

vom 9. Dezember 2005

Wir haben genügend ärgerliche Eingriffe von der Bauverwaltung. Als ob hier Großzügigkeit missverstanden wird im Sinne von Korrigierenmüssen. Jüngstes Beispiel: die „Normalisierung“ der „Linden“ – und das bei leeren Kassen der Stadt und späterem U-Bahn-Bau. Oder die „Normalisierung“ des IHK-Gebäudes: Wer den Grimshaw-Entwurf kennt, ist verzweifelt über solche Eingriffe seitens der Verwaltung. Das Debakel um den Kemperplatz, für den Scharoun ein noch immer einleuchtendes Konzept vorgelegt hat. Zur Fußball-WM in Berlins Mitte also eine Stadtbrache? Dabei ist man doch erstaunt, wie fantasievoll der „Palast der Republik“ zwischengenutzt wurde. Warum nicht auch noch bis zum Beginn des Schlossbaus?

Jürgen Spiegel, Berlin-Neukölln

ETHIK-UNTERRICHT

„Ex-Regierende Bürgermeister gegen Fach Ethik“ vom 8. Dezember 2005

Ich ärgere mich schon seit Monaten über die meiner Ansicht nach unkorrekte Darstellung bezüglich des neuen Ethik-Unterrichts. Wenn man es ganz genau betrachtet, ändert sich doch am Religionsunterricht gar nichts. Jeder Schüler bekommt weiterhin die Möglichkeit, freiwillig am Religionsunterricht teilzunehmen. Das war vorher so, und das bleibt auch so! Zusätzlich gibt es nun ein Pflichtfach Ethik! Was ist daran falsch? Ich denke, gerade heutzutage ist es wichtig, auch etwas über andere Religionen zu erfahren. Jeder religiös veranlagte Mensch kann seine Kinder auch weiterhin in den Religionsunterricht schicken. Die Gegner sollen endlich aufhören, so zu tun, als ob der Religionsunterricht gestrichen wird!!!

Claudia Köhler, Berlin-Lichterfelde

ENTFÜHRUNG IM IRAK

„Schröder bittet für Osthoff“

vom 8. Dezember 2005

Dass sich das Mitgefühl für Susanne Osthoff hierzulande in Grenzen hält, hat in erster Linie mit Osthoffs Äußerungen vor ihrer Geiselnahme („Ich bin mit den Aufständischen auf Du und Du“ und „Wenn ich entführt werde, dann rede ich mich heraus“) zu tun. Wer die Terroristen als „Aufständische“ verharmlost und die große Gefahr einer Entführung bewusst ignoriert, darf sich über die latente Teilnahmslosigkeit der deutschen Bevölkerung nicht wundern.

Stefan Herre, Bergisch Gladbach

Das Schicksal von Frau Susanne Osthoff berührt. Aber sie war trotz Warnung freiwillig im Irak.

Wolfgang Schultz, Bernau

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