Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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STUDIUM

„5 Uhr 30 aufstehen – 23 Uhr Buch

zuschlagen“ vom 15. Dezember 2005

Sicherlich ist es für Studenten an der Universität eine Umgewöhnung, von einem Tag mit maximal drei Veranstaltungen auf einen Tag, der voll gepackt ist, umzusteigen. Aber dennoch kann ich das Gejammer nicht verstehen. Die Uni-Studenten sollten mal einen Blick auf ihre Kommilitonen an der Fachhochschule (FH) werfen. Ich studiere selbst an der FHTW Berlin Betriebswirtschaftslehre, im 3. Semester. Mein Studienplan sieht für mich 30 Semesterwochenstunden (je 45 Minuten) vor. Dazu kommt dann noch die Zeit der Vor- bzw. Nachbereitung. Deswegen kann ich die immer wieder auftretenden Beschwerden der Studenten zu den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen überhaupt nicht verstehen.

Andreas Körner, Berlin-Spandau

BAHNSTRECKEN

„Eine Nummer zu groß"

vom 12. Dezember 2005

Richtig, mit Eröffnung der neuen Berliner Bahnanlagen werden deren Kapazitäten nicht einmal zur Hälfte genutzt. Aber abgesehen davon, dass der Vollausbau noch nicht abgeschlossen ist und ein Teil der Reserven mit der Einführung von Dresdener Bahn, Nordbahn und zuletzt auch der Stammbahn aufgebraucht werden wird, ist diese „Großzügigkeit“ nicht ungewöhnlich: Nahezu alle Bahnneubaustrecken, die in Deutschland seit 1991 in Betrieb genommen wurden, weisen ähnliche Verhältnisse auf. Merke: Heute ist der Bau neuer Bahnlinien in erster Linie eine Option auf die Zukunft. Erst wenn es darum geht, unsere Mobilität auch noch nach Ende der Vollmotorisierung sicherzustellen, werden sie zeigen können, was in ihnen steckt!

Dr. Stefan Karch, Krefeld

ETHIK-UNTERRICHT

„Kurz & Bündig“ vom 11. Dezember 2005

Die Leserin Claudia Köhler irrt – leider, denn eine Einführung von Ethik als Pflichtfach diskriminiert den Religions- und Weltanschauungsunterricht. Die Teilnahme ist schon jetzt durch zusätzliche Stunden erschwert, meist am Rand des Stundenplans. Ethik wird den Religionsunterricht weiter hinausdrängen. Außerdem soll eine nichtreligiöse, vielleicht atheistisch begründete Ethik zum Pflichtfach gemacht werden. Die damit geschaffene Benachteiligung von Religionsunterricht verletzt in der Tat die religiöse Neutralität. Damit Kinder und Jugendliche „etwas über andere Religionen“ erfahren, ist ein Fach Ethik ungeeignet. Im Übrigen ist das in fachkundiger und authentischer Darstellung im Religions- und Weltanschauungsunterricht bereits möglich!

Rolf Lüpke, Berlin-Lichterfelde

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