Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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ENERGIEVERSORGUNG

„Balten wollen neues Atomkraftwerk"

vom 5. Februar 2006

Man kann die Zukunft der Energieversorgung aus Sicht eines Ökonomen betrachten, wobei hier oft die externen Kosten, zum Beispiel für Gesundheits- und Umweltschäden, außer Acht gelassen werden. Man kann jedoch den Energiemix der Zukunft auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit sehen und sich dafür einsetzen, Strom und Wärme nicht zu Lasten der folgenden Generationen bereitzustellen. Tatsache ist, dass diejenigen, die sich heute für eine Renaissance der Atomkraft- und Kohlekraftwerke stark machen, die klimatischen Auswirkungen möglicherweise nur im Ansatz erleben. Die wirklich großen Probleme der Zukunft werden unsere Kinder und Enkel lösen müssen.

André Dusedeau,

Berlin-Charlottenburg

WIRTSCHAFTSMINISTER

„Ich erhoffe mir neue Arbeitsplätze“ vom 12. Februar 2006

Für einen christlich-sozialen Politiker sollte es eine Selbstverständlichkeit darstellen, dass Arbeitnehmer in einem regulären Beschäftigungsverhältnis damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen angesichts des freien Falls nach unten ist längst überfällig.

Annette Hund, Berlin-Mariendorf

DRESDNER BANK

„Schuldbekenntnis im Jüdischen Museum“ vom 9. Februar 2006

Viele Zusammenhänge die eine nationalsozialistische Diktatur in Deutschland möglich gemacht hatten, sind bis heute nicht bekannt. Bei der Bildung eines breiten, kollektiven Bewusstseins ist jede Veranstaltung, gleich an welchem Ort, daher hilfreicher, als alle noch nicht genutzten Möglichkeiten.

Andreas Vildman, Berlin-Steglitz

RENTE MIT 67

„Was gleich wirkt, kann anders sein“

vom 9. Februar 2006

In der nicht nur vom Autor vermissten „schlüssigen Interpretation“ der Faktenlage besteht das eigentliche Dilemma. Hierin läge auch eine wesentliche Aufgabenstellung Ihrer Zeitung, die sich leider darin beschränkt, alle rigoristischen Handlungen der Regierungen in Richtung Altersarmut für die Sozialrentner wohlwollend zu kommentieren. Aus der Sicht der Betroffenen ist das Kind ohnehin schon längst in den Brunnen gefallen.

Helmut Schindler,

Berlin-Gesundbrunnen

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