Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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GRAFFITI

„Berlin wird’s jetzt zu bunt“

vom 9. April 2006

Jedes Mal wenn ich in meine geliebte Hauptstadt komme, fällt mir das Graffiti-Unwesen unangenehm ins Auge und stellt sich die Frage, warum das in Berlin so viel dramatischer ist als in anderen europäischen Großstädten. Man kann wütend werden, wenn man sieht, wie historisch wertvolle und schöne Bauwerke wie U-Bahnstationen in übelster Form zugeschmiert sind; abgesehen von den verunstalteten S-Bahnzügen, die nicht gerade ein Aushängeschild für Berlin sind. Warum ist das in Lissabon oder Madrid anders? Dort sind die U- und S-Bahnstationen sehr sauber, Graffiti so gut wie nicht vorhanden. Liegt es an den Menschen? Oder an der besseren Bewachung durch Polizei und Sicherheitskräfte, die sehr viel mehr präsent sind als in Deutschland? Eins ist ganz sicher: Lange hat es am politischen Willen gefehlt, gegen diese Form von Vandalismus entschieden vorzugehen. Wahrscheinlich ist es sogar billiger, für Sicherheit und Sauberkeit mehr Personal einzustellen, als die immensen Kosten für die Beseitigung der Schäden aufzuwenden.

Reinhard W. Muth, Hamburg

CARTOONS

„Cartoonstreit um den Papst“

vom 12. April 2006

So wie Graffiti meistens nichts mit Kunst zu tun haben, sondern üble Schmierereien sind, so wenig haben diese Cartoons etwas mit satirischer Unterhaltung und Kunst zu tun. Ein Vergleich mit den Mohammed-Karikaturen ist völlig daneben. Einem Muslim würde es niemals einfallen, seine eigenen religiösen Werte und Instanzen zu verunglimpfen. Dass wir als Christen uns nunmehr selber „verscheißern“, beweist mir erneut und in verstärktem Maße, wie dekadent diese konsum- und profitorientierte Gesellschaft mittlerweile ist.

Wolfgang Schuchardt, Berlin-Steglitz

SPENDEN

„Nicht so schlimm“ vom 13. April 2006

Enttäuschung über das bisherige Spendenaufkommen? Die Gründe liegen auf der Hand: Viele haben wegen der durch ihr permanentes falsches oder Nichtstun für die Überschwemmungen im Kern verantwortlichen Politiker, Ämter und Behörden „die Faxen dicke“. Zum anderen bleibt vielen Bürgern kaum noch Geld übrig, das sie spenden könnten.

Dr. Michael Meissner,

Berlin-Lichterfelde

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