Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

-

FERNSEHEN

„Fernsehen wird teurer“ vom 17. Mai 2006

Der Präsident des Kommerzfunk-Verbandes VPRT behauptet im Interview mit Ihrer Zeitung: „Auch die Programme der öffentlich-rechtlichen Anstalten werden in absehbarer Zeit grundverschlüsselt sein.“ Man fragt sich, woher Jürgen Doetz derlei Weisheiten bezieht? Mit der Realität haben sie jedenfalls nichts zu tun. Kein Mensch braucht eine „Grundverschlüsselung“, ganz abgesehen davon, dass es sich bei diesem Begriff um eine rhetorische Nebelkerze zur Verschleierung reiner Profitinteressen handelt. Es gibt nur frei empfangbares oder verschlüsseltes Fernsehen, TV für alle oder nur für diejenigen, die es sich leisten können.

Die ARD duldet keine teuren und nutzlosen Barrieren zwischen sich und dem Publikum, sie besteht auf der freien Verbreitung ihrer wertvollen Inhalte auf allen wichtigen technischen Plattformen. Der VPRT wird sich damit abfinden müssen, dass die öffentlich-rechtlichen Programme auf unabsehbare Zeit unverschlüsselt zu sehen und zu hören sein werden, zum Wohle aller.

Rudi Küffner, ARD-Sprecher,

Bayerischer Rundfunk, München

MUTTERTAG

„Die Wurzel des Übels: die Eltern“

vom 14. Mai 2006

Das passt. Muttertag garniert mit der Erkenntnis von Frau Senftleben: Die Eltern sind die Wurzel des Übels. Vielleicht haben die Frauen und Männer der die jungen Generation, die eigentlich für die Zukunft gewonnen werden sollen, die tiefere Wahrheit von Frau Senftleben erkannt und sich deshalb gegen das Kinderkriegen entschieden.

Erziehen von Kindern war noch nie so schwer wie heute, wo offensichtlich alle wissen, wie man es besser macht, und nur noch wenige bereit sind, sich der Herausforderung zu stellen. Die Verunsicherung durch Werteverlust, Wertepluralität und Medienpräsenz, Notendruck, schlechte Berufsaussichten und so weiter haben ein unüberschaubares Durcheinander hervorgerufen. Da kann man verstehen, dass manche Eltern sich ausklinken wollen.

Charlotte Lewerich, Berlin-Mitte

CAMPING

„Soll zur WM im Tiergarten Camping erlaubt sein?“ vom 30. April 2006

Da bin ich strikt dagegen.Mein Vorschlag wäre, einen Teil der Flächen in den Freibädern dafür auszuweisen, denn dort sind die sanitären Einrichtungen vorhanden.

Gisela Triestram, Berlin-Marienfelde

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben