Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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SPAREN

„Gesundheit – Koalition für ,alles offen‘“ vom 10. Juni 2006

Es wird überlegt, den Fonds zur Gesundheitsreform unter anderem durch einen Beitrag auf Zinseinkünfte zu speisen. Damit holt sich die Regierung wieder einmal das Geld von den Fleißigen und Ehrlichen in diesem Lande. Wer arbeitet, der kann auch etwas sparen. Und wenn er seine Zinsen auch noch in Deutschland versteuert, soll er wieder einmal dafür bestraft werden.

Bernd Wegner, Berlin-Treptow

RADELN

„100 000 Radler gegen neun Windstärken“ vom 29. Mai 2006

Alle Jahre wieder das gleiche Schauspiel: Tausende Radler treffen sich zur Sternfahrt und fordern „Respekt für Radler“. Wofür eigentlich? Für das Überfahren roter (Fußgänger)Ampeln? Für das Ignorieren von Radwegen? Für das Benutzen von Fußwegen – sogar in Tempo-30-Zonen? Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Angesichts derartiger massiver Verkehrsverstöße klingt das Motto wie Hohn. Respekt muss man sich zunächst einmal verdienen.

Dr. Hans Ulrich Eßlinger,

Berlin-Hermsdorf

ARBEITEN

„Warten auf die Wartung“

vom 11. Juni 2006

Ihr Artikel hat mir sehr gut gefallen. Ich habe das „Glück“ einen 1,50-Euro-Job in einer Schule in Berlin zu haben. Die Schule verfügt über circa fünfzig PCs die fast alle über einen Internetzugang verfügen. Der zuständige Lehrer, der eigentlich die Wartung übernehmen sollte, bekommt dafür zwei Stunden in der Woche zu Verfügung.

Der arme Kerl hat es nicht mal geschafft, die nötisten Updates zu installieren. Aus Zeitmangel wurden defekte Rechner einfach nur in eine Ecke gestellt. Eigentlich sollte ich diesen Lehrer ja nur unterstützen. Es kam anders. Nach Ablauf der Maßnahme habe ich es über viele Umwege geschafft eine Verlängerung von acht Monaten zu erzielen.

In der Zwischenzeit mache ich hier alle anfallenden Arbeiten. Administration, Wartung, Reparatur und Fehlerbehebung füllen die 30 Stunden voll aus und reichen manchmal gar nicht. Ich hoffe das der Senat bald wach wird und mal ein paar vernünftige Administratoren einstellt, wo es bis heute keine freien Stellen dafür gibt.

Rainer Schlegel,

Berlin-Neukölln

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