Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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HINTERLASSENSCHAFTEN I

„Wie dürfen Mädchen Sekt trinken“

vom 30. Juli 2006

Natürlich toleriere ich es, wenn in der Regionalbahn Ausflügler ihre selbst gemachten Buletten vertilgen und mit einem Bier besiegeln; diese packen die leeren Flaschen ja auch wieder ein. Ebenso verhält es sich mit der Mädchenclique, die in der U-Bahn munter und fröhlich eine Sektflasche kreisen lässt, die beim Verlassen der Bahn selbstverständlich mitgenommen wird. Auch akzeptiere ich die Nahrungsaufnahme eines gestressten Zeitgenossen in der Straßenbahn, der in der Frühe hastig seine Stulle hinunterwürgt.

Meine Kritik richtet sich allein gegen das immer mehr um sich greifende Kurzzeittrinken teilweise bereits alkoholisier- ter Jugendlicher/Erwachsener und ihren Hinterlassenschaften. Mit modernen Sitten und Gebräuchen haben diese Verhaltensmuster nichts zu tun.

Hermann Schläger, Köln

HINTERLASSENSCHAFTEN II

„Die letzten Spuren“ vom 6. August 2006

Warum dem Fernsehturm seine bunte, telekomgesponsorte Hülle nehmen? Wer will denn, bitte schön, die alte, graue Kugel wiederhaben?

Warum lässt sich der Senat dieses Geschäft nehmen und nimmt nicht von der Telekom eine jährliche hohe Miete für die Nutzung dieser einzigartigen Werbefläche?

Holger Robbers, Berlin-Neukölln

CHARITÉ

„Woran der Charité-Nachwuchs krankt“ vom 7. August 2006

Die Sorgen, eine nicht ausreichend unterstützte Reform der Ausbildung könnte dazu führen, dass die mit dem Reformstudiengang erzielten Fortschritte zunichte gemacht werden, sind leider realistisch. Die Charité hat sich mit dem Reformstudiengang Medizin an die Spitze der Reformfakultäten der Medizin in der Welt gestellt, wenn auch leider noch nicht für alle Studierenden. Soll dieses Modell auf alle Studierenden ausgeweitet werden, bedarf es der Etablierung einer zentralen Organisationsstruktur mit Verankerung einer Ausbildungsforschung.

Christine-Dorothea Sauer,

Groß Kreutz (Havel)

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