Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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KULTUR

„Proms und Berliner Clowns“

vom 12. September 2006

Unter der Überschrift „Proms und Berliner Clowns“ erregt sich Michael S. Cullen im Tagesspiegel vom 12. September auf Seite 27 über ein „versautes Vergnügen“ und beschimpft das Kulturradio des RBB als vermeintlichen Verursacher. In seiner Erregung hat Michael S. Cullen nicht richtig hingeschaut und hingehört, wer da was gemacht hat.

Michael S. Cullen hat offensichtlich Kulturradio nicht gehört. Kulturradio hat das Konzert „Last Night of the Proms“ ohne Unterbrechung bis zum Ende übertragen. Anscheinend hat Cullen an der Veranstaltung auf der Museumsinsel teilgenommen, wo das „Museumsinselfestival 2006“ das Konzert in Bild und Ton übertrug. Kulturradio war dort nicht Veranstalter, sondern ebenso wie Tagesspiegel und „Zitty“ lediglich Medienpartner. Wenn Michael S. Cullen meint, den Verursacher seiner Erregung mit Fäkalsprache belegen zu müssen, sollte er mindestens schauen, dass er den Richtigen trifft.

Ulrich Anschütz, Unternehmenssprecher Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Berlin-Charlottenburg

GEFAHREN

„Was macht die Welt?“

vom 4. September 2006

Für Josef Joffe sind Streubomben eine Waffe, die keines langen Nachdenkens wert ist. In derselben Ausgabe berichtet der Tagesspiegel über die Feststellungen des UN-Koordinators für humanitäre Hilfe im Libanon, David Shearer, der das verheerende Gefahrenpotenzial schildert, das vor allem in bisher nicht explodierten Sprengkörpern („bomblets“) steckt. Wer dazu eine Untersuchung fordert, sollte gewiss nicht der politischen Voreingenommenheit geziehen werden.

Prof. Dr. Dr. h. c. Christian Tomuschat, Berlin-Hermsdorf

STRAFE

„Ackermann ändert Prozesstaktik“

vom 15. September 2006

„ … Dann müsse man klären, ob Ackermann und Co. freizusprechen … sind,weil sie um die Strafbarkeit ihres Verhaltens möglicherweise nicht wussten …“ – Habe ich da in der Schule etwas nicht richtig verstanden? Da hieß es doch immer sinngemäß: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe! Übrigens macht ja auch jeder versehentliche Verkehrssünder Bekanntschaft mit diesem Prinzip …

Wilfried Ewald,

Berlin-Wedding

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