Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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FERNSEHEN

„Das wahre Wort zum Sonntag“

vom 22. Oktober 2006

Seit Sonntag treibt mich das Zitat unserer Familienministerin um. Wer ist mit „wir alle“, die wir wissen, „dass Fernsehen dick, dumm, traurig und gewalttätig macht“, gemeint und wer wird durch das Fernsehen dick, dumm, traurig und gewalttätig?

Es wäre schön, wenn unsere Politiker zwischenzeitlich ihren Verstand einschalten würden, bevor sie den Mund aufmachen! Auch eine Familienministerin sollte hier und da mal fernsehen, denn das Fernsehen informiert, bildet und unterhält auch niveauvoll.

Anita Thiel,

Berlin-Wilmersdorf

PROMOTION

„Schröder teilt nach beiden Seiten aus“

Danke, Herr Schröder, lange nichts von Ihnen gehört! – So kurz vor der Veröffentlichung Ihres Buches klingt das für mich ganz plausibel, sich auf diese Weise in die Öffentlichkeit zurückzumelden, obwohl Sie doch behaupten: „Für mich gibt es keine Rückkehr in die Politik.“ Wer auf diese Weise Einfluss nimmt und kräftig austeilt, der ist (wieder) mittendrin in der Politik (und im Gespräch). Und das scheint auch beabsichtigt zu sein … Schade, Herr Schröder. Wer geht, der sollte alles tun, damit die, die nachfolgen, keine zusätzlichen Steine in den Weg gelegt bekommen.

Andreas Westerbarkei,

Berlin-Friedrichsfelde

PRIVATISIERUNG

„Flugsicherung: Köhler stoppt Privatisierung“ vom 25. Oktober 2006

Die Entscheidung von Horst Köhler ist mutig. Insbesondere, weil sie von einem gelernten Volkswirt kommt, der seine Sporen zwischenzeitlich beim privatisierungsbefürwortenden Internationalen Währungsfonds verdient hat. Die Weigerung, das Gesetz zu unterzeichnen, macht aber nachdenklich. Offenkundig arbeiten viele Parlamentarier nicht mit der gebotenen staatspolitischen Sorgfalt. Sonst hätten sie den Fehler entdecken müssen. Ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig professionelle Fulltimeparlamentarier ohne Nebentätigkeiten sind!

Rasmus Ph. Helt,

Hamburg

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