Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

-

NAME

„Peter Hartz wegen Untreue angeklagt“ vom 16. November

Wann endlich kommt einer der verantwortlichen Politiker auf die Idee, den Hartz-Konzepten einen anderen Namen zu geben? Nicht nur, dass Langzeitarbeitslose unter diesen nach Peter Hartz benannten „Gesetzen zur Reform des Arbeitsmarktes“ faktisch leiden – nein, zu allem Überfluß muss sich der Erfinder und Namenspatron jetzt vor Gericht verantworten. Seit Jahren schwebt der Verdacht der Untreue und Begünstigung im Amt über ihm und scheint sich zu erhärten. Ich finde es unerträglich, dass die betroffenen Arbeitslosen zusätzlich durch die namentliche Verbindung zu dem vermutlich schwerreichen und ausgesorgt habenden Peter Hartz diskriminiert werden.

Heide Sommer, Hamburg

KOPFTUCH

„Auf Tuchfühlung“ von Hatice Akyün

vom 17. November

Es stimmt, bald wird es wieder kalt in Deutschland. Die Ohren frieren. Dann binde auch ich mir ein Kopftuch um. Aber wenn ich ins Warme komme (Supermarkt, Post, Bank, Museum, Theater, Krankenhaus, Schule), nehme ich es selbstverständlich ab. Und wenn es wieder warm wird in Deutschland, lasse ich meine Haare flattern im Winde.

Hella Mey, Berlin-Frohnau

AUSSCHLUSS

„Die Hoffnung starb 1976“ von Kerstin Decker vom 12. November

In den Beitrag hat sich mit der Behauptung „Christa Wolf wurde 1976 aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen“ ein hässlicher Fehler eingeschlichen. Die Autorin trat erst zur Zeit der Wende 1989 aus der SED aus und konnte auch als Verbandsmitglied 1976 zu meinem Verbandsausschluss (und dem der Stefan Heym, Rolf Schneider usw., der „kaputten Typen“) stimmen. Es waren etwa 50 Nein-Stimmen gegen ca. 200 Ja-Stimmen.

Joachim Seyppel, Schriftsteller,

Hamburg

REINIGUNG

„S-Bahn-Züge werden sauberer“

vom 12. November

Was maßen wir uns als Fahrgäste eigentlich an? Haben wir mit unserem Fahrschein auch die Entsorgung unseres hinterlassenen Mülls gekauft ?

Eva-Maria Beier, Berlin-Tegel

0 Kommentare

Neuester Kommentar