Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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GERECHTIGKEIT I

„Ex-Bundesbank-Chef klagt erfolgreich auf höhere Pension“ vom 12. Dezember

Wie man mit einer Pension von 8000 Euro eine solche Jammerarie (Versorgung der ersten Frau und Unterstützung der Söhne im Studium) anstimmen kann und dann auch noch die Frechheit hat, angesichts eines Teilerfolges der Klage mit 12500 Euro immer noch keine Ruhe gibt, das zeigt sehr deutlich den moralischen Zustand von Teilen unserer Elite.

Vielleicht bewirken die Einstellungen der Verfahren gegen Zahlungen in Prozessen (gegen Herrn Welteke im Juni 2004 und jetzt im Mannesmann-Prozess) genau das Gegenteil. Nicht Einkehr und Besinnung, sondern das Gefühl außerhalb unserer Rechtsordnung zu stehen und alle Verstöße mit Geld aus der Welt schaffen sowie in seinen persönlichen Forderungen unverschämt sein zu können. Es beruhigt mich, das Herr Welteke sich wenigstens noch vorstellen kann, dass sich seine bisherigen Bezüge für einen normalen Rentner toll anhören.

Klaus-Dieter Busche,

Berlin-Fennpfuhl

GERECHTIGKEIT II

„Zug ins absurde“ von Bernd Matthies

vom 9. Dezember

Endlich ein vernünftiger Kommentar zu dem albernen Schauspiel, das die Grünen in bemerkenswerter Eintracht mit CDU und FDP derzeit aufführen.

Was ist passiert? Der Parlamentspräsident irrt in einer Verfahrensfrage; er bedauert dies nachdrücklich und bittet in gebührender Form um Entschuldigung.

Was macht die Opposition daraus? Einen Manipulationsversuch Walter Mompers, der seinen Rücktritt erforderlich mache.

Was denkt die mündige Bürgerin? Hier wird ein ebenso lächerlicher wie durchsichtiger Versuch gestartet, einen unbequemen Politiker loszuwerden.

Irma Meier-Nieraad, Eichwalde

GERECHTIGKEIT III

„Richter entlassen ,Präsidenten‘ in die Freiheit“ vom 9. Dezember

Der Rechtsstaat, wieder einmal ein Tiger ohne Zähne; der bekannteste Kriminelle der Stadt erneut auf freiem Fuß: Wie sollen Polizeibeamte engagiert und motiviert bleiben, wenn ihnen die Justiz wieder und wieder einen Strich durch die Rechnung macht? Das Kammergericht konnte nicht anders entscheiden, und glücklich ist es mit der Entlassung des Klanchefs sicher auch nicht. Dennoch: Die Berliner Justizbehörde kommt so nicht aus den Schlagzeilen raus.

Dr. Martin Eichhorn,

Berlin-Mariendorf

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