Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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VERKEHR I

„Berlin ist der EU zu laut“ vom 7. Januar

„Besonders gefährdet durch zu hohe Lärmbelastung seien Hauptstraßen und Straßen mit Straßenbahnverkehr“, ließen die EU-Lärmexperten mitteilen. Seltsam, dass immer wieder die Straßenbahn als Sündenbock missbraucht wird. Jeder beschleunigende Bus, jedes Motorrad und jeder Lkw ist lauter als der elektrische Antrieb einer Straßenbahn. Bei uns in der Greifswalder Straße ist, wenn überhaupt, das Letzte, was man hört, die Straßenbahn! Vielmehr hatte die BVG Probleme damit, dass man die Straßenbahnen eben nicht hört und es dadurch immer wieder zu Personenunfällen kam und kommt. Immerhin befördert ein einzelner Straßenbahnzug bis zu 300 Personen. Würden die alle das Auto benutzen oder müssten Busse diese Last stemmen, das wäre dann wirklich eine Belastung!

Jörg Maske, Berlin-Prenzlauer Berg

VERKEHR II

„U-Bahnen nur alle zehn Minuten“

vom 4. Januar

Was derzeit auf der Linie U 2 läuft, spottet jeder Beschreibung. Nachmittags zwischen vier und sechs sind die Züge überfüllt. Am Donnerstag, dem 4. Januar um mussten sogar Leute zurückbleiben, weil trotz gefüllter Mittelgänge niemand mehr in die U-Bahn passte. Meine Kollegin, die eine Stunde später das Büro verlässt hat die gleiche Erfahrung gemacht. Insofern ist die Aussage des BVG-Pressesprechers Klaus Wazlak eine Frechheit, die Kapazität reiche auch beim Zehn-Minuten-Takt aus, um alle Fahrgäste mitzunehmen. Mein Kollege fährt deshalb wieder Rad, selbst bei diesem Scheuselwetter. Es wird Zeit, dass das U-Bahn-Netz ausgeschrieben wird, damit leistungsfähige Gesellschaften den Staatsbetrieb BVG ablösen.

Klaus Schäfer, Bergfelde bei Berlin

VERKEHR III

Zur Verschiebung der Schließung

des Flughafens Tempelhof

Leider lässt sich eine starke Ignoranz gegenüber den Berlinern, die in den Einflugschneisen der Flughäfen Tempelhof und Tegel wohnen, feststellen. Wenn ich mit Berlin-Gästen unterwegs bin, zucken diese regelmäßig zusammen, wenn dicht über ihnen ein Flugzeug im Landeanflug passiert. Dass hunderttausende Menschen täglich dem Fluglärm und dem erhöhten Gefahrenpotenzial der Einflugschneisen ausgesetzt sind, wird durchweg ignoriert. Anscheinend muss es leider erst ein tragisches Unglück geben und ein Airbus über einem Wohnviertel abstürzen, damit endlich auch einmal die Gesundheit und die Gefahren der vielen Menschen, die vom Betrieb der Flughäfen Tegel und Tempelhof betroffen sind, berücksichtigt werden.

Dominik Eckardt, Berlin-Wedding

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