Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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ABGANG

Zum Rückzug von Friedrich Merz

aus der Politik

Dass Friedrich Merz den Deutschen Bundestag verlassen wird, bedauere ich sehr. Er war eine der – leider immer seltener werdenden – Persönlichkeiten im bundespolitischen Alltag. Warum lässt die CDU eines ihrer wenigen Glanzlichter ziehen?

Lilian von Bonkewitz,

Berlin-Wilmersdorf

DEMOKRATIE

„Zweiter Versuch für EU-Verfassung“

vom 8. Februar

Diese Vorgehensweise in den Niederlanden ist bezeichnend für die Realität im „Europa der Bürger“. Während man in Deutschland die Bevölkerung vorsichtshalber gar nicht erst über die EU-Verfassung abstimmen lässt, haben die Niederländer aus der ersten Bürgerbefragung gelernt. Man nennt das Kind nicht Verfassung und winkt die neue Variante diesmal ohne Bürgerbeteiligung durch. Diese Art von Demokratie führt zu noch mehr EU- und Politikverdrossenheit und letztlich nicht zum Zusammenwachsen Europas sondern zu mehr Nationalismus in den Mitgliedsländern.

Alexander Köbe, Berlin-Britz

MARKT

„Rauchverbot … oder Raucherverbot“

von Moritz Schuller vom 7. Februar

Wie bitte? „Wem die eine Kneipe zu verqualmt ist, der geht eben in eine andere.“ Das Lachen bleibt im Halse stecken. Wo, bitte, gibt es denn zum Beispiel in Prenzlauer Berg die Restaurants oder Cafés, in die ich von Rauchern unbelästigt gehen, in die ich meine kleinen Kinder mitnehmen kann? Der Markt regelt es eben nicht von allein!

„Ungesund und übelriechend“? Sehr schöne Formulierung. Es geht um Lungenkrebs, nicht um schlechte Laune. Es geht darum, dass Besucher und Beschäftigte in Gaststätten ein Recht drauf haben sollten, nicht vergiftet zu werden. Das ist auch der offensichtliche Unterschied zum Alkohol: Der Alkoholiker schädigt seine eigene Gesundheit, Raucher in geschlossenen Räumen bedenkenlos auch die aller anderen Anwesenden.

Vom Tagesspiegel hatte ich Besseres erwartet.

Reinhard Kaiser,

Berlin-Prenzlauer Berg

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