Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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BÜRGERRECHTE

Zu Wolfgang Schäubles Forderungen nach schärferen Sicherheitsgesetzen

Im Jahr 2006 zählte Europol europaweit knapp 500 terroristische Anschläge, die meisten gingen auf das Konto von Eta und Konsorten. Einer (!) hatte einen islamistischen Hintergrund – der allerdings in Deutschland. Es war der glücklicherweise mißlungene Kofferbombenanschlag in Köln, die Täter hatten die Fahnder nicht auf der Agenda! Das die Rucksackbomben nicht detonierten, war technischer Unkenntnis zu verdanken. Jeder Anschlag ist einer zu viel, aber dafür unsere Rechtsordnung zu opfern ist der grundlegend verkehrte Ansatz und steht in keinem Verhältnis zur Realität!

Matthias Heinrich, Kleinmachnow

BÄUME

Zum täglichen Wetterbericht

Muss man eigentlich damit leben, dass die Meteorologen, die ja sowieso in sich gehen sollten, weil sie oft das Wetter nicht mal beschreiben, geschweige denn vorhersagen können, einem auch noch vorschreiben, wie man das Wetter zu finden hat? Allein der Begriff „Schlechtwetterzone“ ist doch im Grunde eine gedankenlose Unverschämtheit. Ich schaue mir die Kastanien vor meinem Fenster an und frage, was sie davon halten. „Wasser!“, ächzen sie, sie pfeifen schon im April aus dem letzten Loch, die Armen. Unter „Aussichten“ folgt der schöne Satz: „Somit deutet sich leider ein Ende der freundlichen Witterung an.“ Ich verlange nicht, dass „endlich“ und „Gott sei dank“ geschrieben wird. Aber das Wort leider ist total fehl am Platz, findet auch der Wald, von dem ich schön grüßen soll.

Ganz anders da das Biowetter! Großes Lob an dieser Stelle für den Meteochonder, den wir mit Begeisterung lesen. Er erklärt uns wenigstens jeden Tag, warum es uns so dreckig geht.

Beate Pfeiffer, Berlin-Moabit

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