Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

GUTEN APPETIT I

„Bonn Appetit – Bernhard Schulz spekuliert über die Bundeskunsthalle“ vom 29. Mai

Jetzt aber sofort in die Hauptstadt oder was? Na da schlagen wir Rheinländer doch mal gehorsamst unsere Hacken zusammen und geben die Bundeskunsthalle sofort ab. Berlin ist ja eine schöne Stadt aber die Kirche sollte man schon auch im Dorf lassen. Wir sind schließlich eine föderale Republik. Man muss auch jönne könne, wie wir Rheinländer zu wissen pflegen. Bonn war keine schlechte Hauptstadt, Herr Schulz! Und meines Wissens sind die Planungen für die Bundeskunsthalle zu Zeiten, als nur Berlin-Ost Hauptstadt der DDR war, entstanden (1987). Das Richtfest war noch vor der Wiedervereinigung und ein Jahr vor dem Hauptstadtbeschluss für Berlin. Ich komme immer wieder gerne nach Berlin, aber vielleicht sollte Herr Schulz mal im Rheinland seinen Urlaub verbringen. Nicht jeder Euro im Westen sollte in Berlin Begehrlichkeiten wecken. Es gibt auch so etwas wie Dankbarkeit! Es sind viele DM auch aus NRW nach Berlin geflossen, als das noch Bollwerk des Westens war.

Andreas Schäfer, Solingen

UNAPPETITLICH

„Sollen Mülleimer in Parks

abmontiert werden?“ vom 27./28. Mai

Wenn ich möchte, dass jemand seinem Müll nicht in Parks oder im Wald liegen lässt, muss ich auch dafür sorgen, dass es dafür Behälter gibt, diese müssen dann allerdings auch regelmäßig geleert werden. Im Grunewald sind diese Behälter schon lange sehr rar geworden. Dort werden etliche Zäune von kleinen Plastikbeuteln geziert, in denen aufgesammelte Hundehaufen sanft im Wind schaukeln. Verständnis für die Hundebesitzer kann ich schon aufbringen. Solche Tütchen kann doch niemand in der Hand- oder Hosentasche nach Hause tragen.

Angelika Thieme-Eitel,

Berlin-Schmargendorf

GUTEN APPETIT II

„Imbissbuden an der Gedächtniskirche

sollen bleiben“ vom 25. Mai

Die Buden gehören nicht an einen so geschichtsträchtigen Ort der Stadt und verschandeln das Bild. Die Meinung der Kirche zeigt, das der Kapitalismus auch dort praktiziert wird. Man sollte sich mal als Beispiel den Platz am Kölner Dom ansehen.

Werner Müller, Berlin-Lichterfelde

0 Kommentare

Neuester Kommentar