Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

BERLIN I

„Ärger um Vattenfall-Tarif“ vom 25. Mai

Es gehört schon eine Portion Dreistigkeit dazu, was Vattenfall seinen Berliner Kunden als Angebot offeriert. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Angeboten besteht darin, dass mit dem neuen Vertrag die Mindestlaufzeit um ein halbes Jahr erhöht wird, derzeit liegt sie bei null, dass heißt, Sie können innerhalb 14 Tagen den Anbieter wechseln. Davon steht in dem Anschreiben kein Wort, lediglich im beigefügten Leporello wird dies angegeben, allerdings nicht in einem Tarifvergleich, so dass man dies erst bei Vergleich der Geschäftsbedingungen erkennen kann. Dem Kunden wird dann weiterhin suggeriert, dass bei Vattenfall nur diese eine preiswerte Alternative mit anderen Zusatzleistungen (Versicherungen) existiert, was gar nicht der Fall ist.

Im Internet werden fünf verschiedene Tarife für Privatkunden angeboten, auch ohne Schutzbrief. Diese Tarife standen bereits im Internet als der Brief bei uns einging. Von seriösen Geschäftsgebahren zeugt dies alles nicht.

Heinrich Langenaack, Berlin-Köpenick

BERLIN II

„Kampf um die Mitte“ von Hans Stimmann vom 1. Juni

Stimmanns Betrachtungen sind eine Wohltat für Liebhaber der historischen Mitte Berlins: „… taugt ,historistisch‘ als Schimpfwort angesichts der historischen Projekte von Schinkel, Stüler und Ihne? (…) Diese Frage stellen sich legitimerweise nicht nur die ,Historisten‘ der Bürgerinitiative, sondern auch das begeisterte Publikum des sorgfältig rekonstruierten Bode-Museums.“ Man möchte unserer Stadt wünschen, dass Stimmanns Kennerschaft noch so viel Autorität entfaltet, ihr die experimentierfreudige Beliebigkeit der Moderne wenigstens auf der Museumsinsel zu ersparen.

Karsten Unger, Berlin-Heiligensee

BERLIN III

Zur Berichterstattung über

die Öffnungszeiten der Berliner Bäder

Warum schliessen im Sommer alle Hallenbäder gleichzeitig? Im Sommer eine Schwimmhalle zu finden, die nicht geschlossen hat, ist ein ständiges Glücksspiel. Selbst bei Kälte und Regen soll man in Sommerbäder gehen. Wer tut das schon? Die noch teureren sogenannten „Spassbäder“ Lankwitz, Schöneberg und Spreewaldplatz sind meist geöffnet, so dass der Verdacht aufkommt, dass die Kunden absichtlich dorthin gelenkt werden sollen, wo 5 Euro (für nur eine Stunde) fällig sind.

Dr. Rainer Berg, Berlin-Mariendorf

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