Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

VERBOT I

„Schaum auf der Scheibe“ vom 12. Juni

Der Polizeisprecher sagt, dass die Polizei keine Handhabe gegen die Punks und Osteuropäer, die auf der Fahrbahn Autoscheiben putzen würden, hätte. Das ist falsch. Im Paragraf 25 StVO steht, dass Fußgänger die Gehwege benutzen müssen. Ein Verstoß dagegen wird im Bußgeldkatalog mit fünf Euro geahndet. Gleichzeitig kann der Polizeibeamte dem Putzer die Weisung erteilen, das in Zukunft zu unterlassen. Wird die Person ein zweites Mal erwischt (und sei es nur fünf Minuten später), hat derjenige gegen den Paragrafen 36 StVO verstoßen. Darin heißt es, dass die Weisungen von Polizeibeamten zu befolgen sind. Dieser Verstoß wird mit 20 Euro geahndet.

Aufgrund der Personalknappheit und des stetigen Personalabbaus in der Behörde (man liest es ja ständig) kann eine Überwachung wohl nicht erfolgen. Daher gaukelt man dem Bürger lieber vor, dass keine rechtliche Handhabe vorliegen würde.

Bernd Wegner,

Berlin-Baumschulenweg

VERBOT II

„Wer raucht, bekommt nichts serviert“ vom 8. Juni

Es ist bemerkenswert, wie viel Energie Parlamentarier auf die letzten Verästelungen eines Rauchverbotes verwenden; es gibt scheinbar nichts Wichtigeres. Dabei wären wir in puncto Rauchen schon wesentlich weiter, wenn die Werbung für und der Verkauf von Tabakprodukten aus dem öffentlichen Raum verbannt würden, insbesondere der illegale Zigarettenhandel (zu besichtigen beispielsweise auf den Bahnhöfen Neukölln und Köpenick) nachhaltig bekämpft würde.

Gerhard Eisenbach,

Berlin-Köpenick

CAFE-KULTUR

„Die Balzacs von Prenzlauer Berg“

vom 9. Juni

Vielen Dank für den Beitrag von Pascale Hugues. Ihre liebenswerten Beobachtungen der Café-Kultur in Berlin habe ich mit viel Freude gelesen. Auch gegenüber der Ruine der Gedächtniskirche am Zoo sollte wieder ein neues Romanisches Café als Begegnungsort für die Bölls am Zoo existieren.

Markus Erich-Delattre,

Hamburg

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