Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

ETHIK

„Ex-Stasi-IM war Vorsitzender

in Ethikkommission“ vom 3. Juli

Dass ein Mitglied der Ethikkommission der Landesärztekammer als Stasi-IM das Vertrauen seiner Patienten missbraucht hat, ist schlimm genug. Dass aber die CDU sich mit einer solchen Person „schmückt“, kann ich nicht verstehen. Und was heißt hier „nur pro forma mit der Stasi zusammengetan, um Nachteile für seine ärztliche Arbeit zu vermeiden“? Soll das etwa bedeuten, dass alle Ärzte für die Stasi gespitzelt haben? Nein, Herr Findeis hat sich schriftlich für die Stasi verpflichtet, während die meisten seiner Kollegen anständig geblieben sind.

Martin Jehle, Panketal

SCHULE I

„Sex-Vorwürfe gegen

einen Siebenjährigen“ vom 5. Juli

Es ist unglaublich – da wird ein 7-jähriges Kind zum Sexualtäter stigmatisiert! Und der Schule fällt nur ein, das Kind in einem Brief zu bezichtigen und der Schule zu verweisen?!

Kommt da keiner auf die Idee, psychologischen Rat und Hilfe einzuholen – für das Kind und seine Mitschülerinnen, für die Beratung der Eltern, für vernünftiges pädagogisches Handeln der Lehrer –, wenn das Kind / die Kinder tatsächlich problematische „Doktorspiele“ gespielt haben? Was hilft denn da eine Woche Arrest zu Hause?

Unsere Kinder werden täglich durch üble Sex-Bilder und -Werbungen auf Plakaten und Zeitungsfahnen und im Fernsehen provoziert. Sie sind nicht Täter, sondern Opfer!

Ulla Widmer-Rockstroh,

Berlin-Wilmersdorf

SCHULE II

„Auf Abstand – Zöllner reagiert ablehnend auf Bildungsgutscheine“ vom 6. Juli

Der Gutscheingedanke hätte erheblich dazu beitragen können, den „Käseglockenstatus“ von Privatschulen zu durchlöchern. In Berlin grenzen sich die einzelnen Schichten der Gesellschaft sehr voneinander ab. Sicher ist das auch eine Folge des Großstadtlebens, in Kleinstädten funktioniert das Abgrenzen so nicht.

Anja Menge, Berlin-Köpenick

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