Leserbriefe : Leitkultur entstand im Sauerland

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„Der Tag an dem … Espana Ilegó parte de la Leitkultur“ vom 25. November 2004

Als MdB aus einer SauerlandRandlage lege ich gegen die Diskriminierung dieser wunderschönen Region Protest ein. Es ist ein Kulturverlust, wenn der Beitrag des Sauerlands zu einer wie und von wem auch immer erfundenen deutschen Leitkultur auf Friedrich Merzens spätpubertäre Mofa-Randale beschränkt würde.

Wer könnte Kevin Kurányis Tore bewundern, wenn sie nicht von einer der weltberühmten Sauerländer Bierbrauereien präsentiert würden? Was wäre die deutsche Geschichte ohne die Stadtflucht von Generationen junger Sauerländer aus dem Land der tausend Hügel und Täler?

Nur zwei Beispiele: Hat nicht Heinrich Lübke aus Enkhausen, Präsident aller Deutschen, dazumal in aller Welt, dafür geworben, diese lustige Sprache an den Goethe-Instituten zu erlernen? Er war es, der mit den Worten zu Queen Elizabeth II. – „Equal goes it loose“ – bewies, dass jeder eine Fremdsprache lernen kann, wenn er seine Muttersprache beherrscht. Und war es nicht Franz Müntefering aus Sundern an der Sorpe, der nach Messdiener- und Industriekaufmannslehre im Sauerländischen, später als SPD-Vorsitzender im fernen Berlin bewies, dass unsere heutige komplexe Welt selbst von Politikern in kurzen Sätzen ohne Prädikat beschrieben werden kann? „Partei gut, Fraktion gut, Regierung gut!“

Last but not least, vergessen Sie nicht, im Sauerland spricht man auch Niederländisch.

Ein Schelm, der denkt, die Heerscharen holländischer Touristen würden regelmäßig in ihr Naherholungsgebiet einfallen, um ihrer heimischen MultikultiHölle zu entkommen.

Also, merken Sie sich: Es lebe das Sauerland, die Wiege der deutschen Leitkultur!

Rolf Stöckel (SPD), MdB, Berlin

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