Leserbriefe : Lernunfähige Journalisten als Bremser

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Betrifft: „Gemeinsam gegen die Rechtschreibreform“ und „Auf gut Deutsch“ vom 7. August 2004

Bitte lassen sie den Delphin wieder schwimmen und die Känguruhs hüpfen, die Noten im BaßSchlüssel erklingen und im Portemonnaie die Münzen klimpern! Zurück zur alten Rechtschreibung, bitte, das wäre schön.

Lorena Barzantny, Berlin-Zehlendorf

Willkommen im Reformstau ! Wer hätte das gedacht ! Spiegel- und Springer-Redakteure sowie andere lernunfähige Journalisten entpuppen sich als Bremser der Nation und stopfen dilettantisch das alljährlich zu bewältigende leidige Sommerloch mit einer abgestandenen Diskussion. Gute Nacht Deutschland!

Thorsten Kähling, Berlin-Kreuzberg

Gerd Appenzeller nennt sie „anmaßend und undemokratisch“. Die Rechtschreibreform? Nein! Die Entscheidung der Verlage, sich die Rechtschreibregeln nicht länger von der überforderten und verwirrten Kultusministerkonferenz vorgeben zu lassen. Hier liegt offensichtlich eine Verwechslung vor. Die Rechtschreibreform ist eine einzige Amtsanmaßung. Ihre Aufhebung wäre eine sehr demokratische Maßnahme.

Reinhard Markner, Berlin-Friedenau

Die Rückkehr zur alten Rechtschreibung greift zu kurz. Es wäre besser, die Schriftsprache endlich internationalen Normen anzupassen. Das würde die Kleinschreibung von Substantiven bedeuten sowie die Abschaffung der Umlaute und des wilhelminischen Buchstabens "Szett". Jene Besonderheiten haben sich nicht nur zeitlich überlebt. Sie sind im Zeitalter globaler Kommunikation ein interkulturelles Hindernis. Die Politiker, die den Schildbürgerstreich Rechtschreibreform erst ermöglicht haben, sollten für die entstandenen Kosten aufkommen müssen.

Rasmus Helt, Hamburg,

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