Leserbriefe : Maybach-Fahrschule

NAME

Betrifft: „Wie wir fast Maybach gefahren wären“ vom 31. August 2002

Im Jahr 1955 machte ich als 19-Jährige einen Fahrkurs beim VEB Kraftverkehr in Wildau, und als Fahrzeug stand wahrhaftig ein Vorkriegs-Maybach zur Verfügung! Er war ein bisschen ramponiert, das machte aber nichts. Er klang ganz wunderbar. Wenn ich als Fahrschülerin einstieg, saß der Fahrlehrer schon drin, der erste Gang war eingelegt. Acht Fahrstunden, immer morgens von sieben bis acht Uhr. Am Nachmittag konnte ich dann auf dem elterlichen Betriebsgrundstück mit Vaters DKW üben. Wenn ich den DKW anließ, würgte ich ihn immer erst ein paarmal ab. Aber am nächsten Morgen jaulte dann der Maybach furchtbar auf, weil er zu viel Gas bekam. „Na, Fräulein, sind wir wohl inzwischen wieder Zweitakter gefahren?“, brummte der Fahrlehrer. Die Prüfung habe ich geschafft. Seitdem fahre ich unfallfrei. Vielleicht hat’s an dem Maybach gelegen?

Inge Radhauer, Königs Wusterhausen

0 Kommentare

Neuester Kommentar