Leserbriefe : Mehr Grün auf der Straße – schön wär’s ja

„Mehr Grün unterwegs – Der Polizeipräsident will sechs Abschnitte aufgeben und die Beamten auf den Straßen einsetzen“ von Cay Dobberke und Tanja Buntrock

vom 22. Januar

„Es wird keinen Sicherheitsverlust geben.“ Na, wenn der Polizeipräsident das verspricht … Erinnert sich noch jemand an den Abzug des Personals von den U-Bahnhöfen? Damals wurde versprochen, jede Station bekäme einen im Bahnhof anzutreffenden „Bahnhofsmanager“ als Ansprechpartner für die Kunden. Hat den jemals jemand gesehen?

Wenn die Zusammenlegung von Polizeiabschnitten weniger Innendienst und „mehr Grün auf der Straße“ bedeutet, dann lege man doch am besten alle Abschnitte mit dem Polizeipräsidium zusammen. Dann würden bestimmt ganz, ganz viele Innendienstbeamte plötzlich auf Streife sein.

Und morgen, liebe Kinder, erzähle ich euch eine andere Geschichte …

Jan Ackermann, Berlin-Wilmersdorf

Es ist schön anzuhören, wie der Polizeipräsident versucht, die Bürger dieser Stadt für dumm zu verkaufen. 120 Beamte sollen durch die Schließung von sechs Abschnitten vom Schreibtischdienst zum tatsächlichen Streifendienst freigesetzt werden. 120 Beamte im Schichtdienst, verteilt auf dann noch 36 Abschnitte? Ich bin sicher, dass diese Umschichtung im Alltag nicht zu spüren sein wird. Spüren werden aber die Berliner die weiteren Wege, die sie zum nächsten Polizeiabschnitt in Kauf nehmen müssen, und im Alarmfall auch die weiteren Anfahrtswege der Beamten. Und bemerkbar machen werden sich auch die angekündigten Stelleneinsparungen bei den zentralen Aufgaben, der Bereitschaftspolizei und den Einsatzhundertschaften.

Wenn Herr Glietsch aus verständlichen Gründen schon nicht öffentlich Partei gegen weitere Einsparungen in seiner Behörde ergreifen kann, dann sollte er wenigstens dazu schweigen.

Steffen Zörner, Berlin-Rummelsburg

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