Leserbriefe : Mehr tun gegen braunes Gesindel

„Templin und München“ von Holger Wild und „Bürgermeister gibt Probleme

in Templin zu / Kritik an Stadtoberhaupt nach grausamem Mord“ vom 28. Juli

Auch ich habe mich angesichts der grauenvollen Tat gefragt, warum gibt es keinen Aufschrei. Was ich längst vermisse ist, dass der Brandenburgische Ministerpräsident Platzeck sowie Herr Schönbohm sich zu Wort melden und deutliche Zeichen setzen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass solche fürchterlichen Dinge geschehen. Aber sollte nicht der Politik eine besonders vorrangige Aufgabe bei der Bekämpfung dieses „braunen Gesindels“ zukommen? Wer sonst gibt die Rahmenbedingungen vor?

Auch für die Jugendarbeit sowie für die Aufklärung muss Geld bewilligt werden. Mir wird angst und bange bei der Gleichgültigkeit, mit der diese Dinge zur Kenntnis genommen werden. In Sonntagsreden, bei Auszeichnungen, scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung, aber in der Realität sieht es völlig anders aus. Wann werden unsere Politiker das endlich begreifen? Wie hat Heinrich Heine es so treffend formuliert: „Denk ich an Deutschland in der Nacht – bin ich um den Schlaf gebracht.“ Wollen wir hoffen, dass nicht erneut Menschen – egal welcher Herkunft – Angst um ihr Leben haben müssen.

Marion Detzler, Berlin-Lichterfelde

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