Leserbriefe : Metrolinien sollten nachts durchfahren

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Betrifft: „SBahn fährt BVG an den Karren“ am 29. Juni 2004

Als ständiger Benutzer des ÖPNV begrüße ich das Konzept der „Metro“-Linien. Auf den bisherigen Bus-Linien 146 und 227 sind die Busse oft überfüllt, so dass sich eine dichtere Wagenfolge geradezu aufdrängt. Der neue Bus M 27 wie auch die scheinbar parallel zu durchaus gut frequentierten S-Bahn-Linien fahrenden Busse der Linien 145 und 148 bedienen viele Haltestellen zwischen den S-Bahnhöfen. Sie sind wegen dieser vielen Haltestellen bei der Fahrzeit keine Konkurrenz, sondern eher eine Ergänzung der S-Bahn.

Wolfgang Wrede, Berlin-Charlottenburg

Die neue M 27-Linie ist der größte Humbug aller Zeiten. Da fahren bisher schon drei Buslinien parallel durch die Kaiserin-Augusta-Allee und sind auch in Spitzenzeiten selten ausgelastet. Dann noch die Verdichtung mit M 27. Verkehrspolitisch und ökologisch macht dies keinen Sinn mehr.

Ferdinand Klien, Berlin-Charlottenburg

Dass die BVG gegen die S-Bahn ihre Pläne vom Metro-Netz ausgearbeitet hat, hat man doch schon an den Änderungen im Zehlendorf-Steglitzer Busnetz gesehen. Die Verdichtung des Taktes der Linie 186 auf einen 5-Minuten-Abstand Montag bis Freitag in der Hauptverkehrszeit soll doch die Fahrgäste aus Lichterfelde-Süd und -Ost nach Steglitz abziehen.

Hansjörg Resa, Berlin-Lichterfelde

Es gibt im neuen Metro-Netz durchaus gute Ansätze, manches könnte aber noch verbessert werden. So sollten die Metrolinien auch nachts durchfahren, z.B. die M1, die die Ausgehmeilen Hackescher Markt, Kastanienallee und Schönhauser Allee mit Pankow verbindet und wichtige Knoten wie Schönhauser Allee/Bornholmer Straße anfährt, die am Wochenende von der alleine fahrenden U2 nicht bedient werden können. Dafür könnte die werktäglich verkehrende N2 gekürzt werden.

Ralph Kretschmer, Berlin-Prenzlauer Berg

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