Leserbriefe : Mit Antiamerikanismus auf Stimmenfang

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Betrifft: „,Deutschland hat seinen Einfluss verspielt’“ vom 19. September 2002

Als langjähriger SPD-Wähler bin ich entsetzt darüber, wie meine bisherige Partei sich über Prinzipien und eindeutige Festlegungen („uneingeschränkte Solidarität") hinwegsetzt und mit blankem Antiamerikanismus auf Stimmenfang geht. Vergessen ist, dass gerade wir Berliner – damals Willy Brandt an der Spitze – den Amerikanern unsere Freiheit zu verdanken haben.

Es erschüttert mich zutiefst, von SPD-Vertretern zu hören, dass die Amerikaner eher als Kriegstreiber anzusehen sind als Saddam Hussein.

Ich finde dieses „Spiel" mit der Kriegsangst, auf das sich die SPD und der Bundeskanzler eingelassen haben, schäbig und im höchsten Maße unmoralisch. Die jüngste Reaktion aus Bagdad beweist, dass man dort eben nur auf Druck reagiert – das gibt den Amerikanern recht. Die deutsche Außenpolitik aber hat sich eine Woche vor der Wahl endgültig abgemeldet.

Klaus Manstein, Berlin-Schöneberg

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