Leserbriefe : Mit falscher Zunge gesprochen

Berichterstattung zum Rücktritt

Münteferings vom 14. November

Die Begründung des Rücktrittes von Minister Müntefering hat mich nicht überzeugt, im Gegenteil. Wenn seine Frau, wie er berichtete, seit 2001 schon fünf Operationen hinter sich hatte, dann ist es für einen Außenstehenden nicht ganz nachvollziehbar, warum er sich erst jetzt entschlossen hat, ihr beizustehen und von seinen Ämtern zurückzutreten. Und wenn er auf der Pressekonferenz auch noch gleichzeitig ankündigt, er mache weiter in der Politik, nur an anderer Stelle mit Schwerpunkt NRW, muss das in den Ohren seiner Frau nicht besonders gut geklungen haben.

Nein, so geht das nicht! Herr Müntefering hat sich mit Herrn Beck wochenlang öffentlich herumgestritten, wer die besseren Argumente hat, Herr Beck hat in dieser Sache auf dem SPD-Parteitag obsiegt, das hat Herr Müntefering nicht verkraftet. Anstatt sich dazu zu bekennen, musste die Krankheit seiner Frau für seinen Rücktritt herhalten, besonders glaubwürdig und mutig war das nicht, Herr Müntefering!

Paul Schmitz, Bad Münstereifel

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