Leserbriefe : Mit Leistungswillen kommt man voran

„Integrationstreffen auf Dauer“

vom 7. November

Regelmäßigere Treffen sind für die bessere Integration von Migranten sicher förderlich. Aber es wird nichts mit einer besseren Integration von Migranten, wenn nicht auch zusätzliche Finanzmittel bereitgestellt werden, das sollte jedem bewusst sein.

Christian John, Berlin-Buckow

Es ist eine Binsenweisheit, dass sich die Prinzipien eines Einwanderungslandes schlecht mit denen eines Sozialstaats vereinbaren lassen. In klassischen Einwanderungsländern wie den USA, Kanada oder Australien werden Leistungen von Einwanderern erbracht und entsprechend belohnt und nicht vom Staat abgegriffen. Einen Harvard-Abschluss gibt es nicht zum Nulltarif. So schlecht kann unser Schulsystem nicht sein, wenn es Einwanderer aus Asien und Russland ohne viel Aufhebens zu exzellenten, international anerkannten Abschlüssen bringt.

Wenn Kinder andererseits körperlich und geistig verkümmern, weil sie hauptsächlich mit Nutella und Weißbrot ernährt werden, zu Hause den ganzen Tag der Fernseher plärrt und die Eltern kein Wort der Landessprache vermitteln, weil sie diese selbst kaum beherrschen, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn sie an der Schule versagen. Statt ständig Forderungen an die Mehrheitsgesellschaft zu stellen, sollten die türkischen Verbandsfunktionäre einmal mehr Eigenleistung von ihren Schützlingen fordern. Die Milliarden, die unser Staat für die „Förderung“ von Migranten ausgibt, sind da rausgeschmissenes Geld, wo der Leistungswille fehlt und Leistung auch gar nicht eingefordert wird.

Dr. Wolf-Dieter Schleuning,

Berlin-Hermsdorf

Viele Migranten sind gut in unsere Gesellschaft integriert und tragen zum Wohlstand unseres Landes bei. Aber vor allem innerhalb der zweiten und dritten Generation bestehen zum Teil erhebliche Integrationsdefizite. Zahlreiche Jugendliche mit Migrationshintergrund sprechen schlecht Deutsch, auch wenn sie hier geboren wurden. Überdurchschnittlich viele junge Migranten haben keinen Schul- und keinen Berufsabschluss. Die meisten von ihnen sind arbeitslos – und sie haben kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt.

Die Migrantenorganisationen sollten etwas mehr Eigeninitiative von diesen jungen Leuten einfordern. Wenn die jungen Migranten nicht bereit sind, sich anzustrengen, um gute Abschlüsse in Schule und Berufsausbildung zu erlangen, helfen alle Angebote von staatlicher Seite nichts.

Martin Kohl, Berlin-Charlottenburg

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