Leserbriefe : Mogelei bei Chronikern

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Betrifft: „Fahrt zum Arzt für fünf Euro“ vom 23. Januar 2004

Ein schwer chronisch Kranker hat durch die EinProzent-Regelung eine nur halb so hohe Belastungsgrenze. Jedoch sind die tatsächlichen Ausgaben eines Chronikers so hoch, dass die meisten wohl schon im Laufe des Jahres die Belastungsgrenze erreichen werden. Das bedeutet, dass die tatsächliche finanzielle Belastung des chronisch Kranken ein Vielfaches der Belastung von Nicht-Chronikern darstellt. Auch wenn die Belastungsgrenze nur die Hälfte ist. Leider entsteht in der breiten Öffentlichkeit der Eindruck, dass es den chronisch Kranken ja sehr gut ginge. So sind die meisten der Meinung, dass auch die tatsächliche finanzielle Belastung der chronisch Kranken nur halb so hoch sei wie bei den Nicht-Chronikern. Dies entspricht jedoch nicht der Realität. Richtig ist vielmehr, dass die Belastungsgrenze lediglich eine Aussage über die Höhe der maximalen Zuzahlung macht. Diese Art der Argumentation ist eine Mogelpackung.

Eva Gotzmann, München

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