Leserbriefe : Money, Money, Money

„Der Preis der Musik“ und „Gläserne Führungskräfte – Der Senat veröffentlicht die Jahresbezüge der Vorstände in landeseigenen Unternehmen“ vom 15. November

Im Tagesspiegel fand ich einen Artikel, dem zu entnehmen ist, dass Berlin die Zuschüsse für die Musikschulen der Bezirke kürzt. Na toll! Aber so richtig kann man diese Nachricht erst auf sich wirken lassen, wenn man in derselben Ausgabe liest, welche Jahresbezüge die Vorstände der landeseigenen Unternehmen haben. Vielleicht würden sich ja die Vorstände der landeseigenen Unternehmen und die Landesregierung und die Abgeordneten ein wenig schämen, wenn sie Musikerziehung genossen hätten.

Harald Reicke, Berlin-Charlottenburg

„Andere Länder zahlen besser

– Was Berlins Politiker verdienen“

von U. Zawatka-Gerlach vom 8. November

Der Verfasser lässt Verständnis für die Einschätzung erkennen, dass es für Berlin zunehmend zum Problem werden könnte, dass es seine Führungskräfte überwiegend deutlich schlechter bezahlt als dies in den meisten anderen Ländern und im Bund üblich ist. Dem ist ohne Einschränkungen zuzustimmen.

Ich habe allerdings erhebliche Zweifel, ob diese Einschätzung nur für die politische Führungsebene zutrifft oder ob nicht vielmehr eine (nach der Föderalismusreform ja nun ohne weiteres mögliche) Abkoppelung der Besoldung der Berliner Landesbediensteten von der Besoldung im Bund und in den anderen Ländern insgesamt äußerst problematisch ist. Ich erinnere in diesem Zusammenhang beispielhaft an die die Schwierigkeiten der Berliner Schulverwaltung, gute Lehramtsabsolventen angesichts der hier viel schlechteren Anstellungskonditionen in Berlin zu halten.

Ich persönlich glaube nicht, dass sich Berlin eine deutliche Schlechterstellung seiner Bediensteten auf die Dauer wird leisten können – auch nicht in anderen Bereichen als in den Berliner Schulen.

Jens Peter Panthen, Berlin-Lichterfelde

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