Leserbriefe : Mut zu neuem Denken

Zum Wechsel an der Spitze

des Bundeswirtschaftsministeriums

Wir brauchen in einer sich rasant verändernden Welt vernünftiges und zielgerichtetes Handeln und für beides steht Karl-Theodor zu Guttenberg. Entscheidend ist ferner sein Eintreten für die soziale Marktwirtschaft, denn die soziale Marktwirtschaft hat in Deutschland einen Wohlstand auf breitester Basis geschaffen, wie nie zuvor.

Herbert Gaiser, München

Von allen Wirtschaftsministern seit 1949 war Glos der schwächste und farbloseste. Seine Amtszeit im Bundeswirtschaftsministerium bleibt ein Intermezzo ohne bleibende politische Bedeutung. In der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise hat Minister Glos keine Akzente gesetzt oder maßgeblich zur Konjunkturbelebung beigetragen.

Albert Alten, Wernigerode

„Glos beklagt sich bitter über Merkel“

vom 11. Februar

Die gekränkte Eitelkeit von Michael Glos ist nicht nachvollziehbar. Politik ist ein Dschungel, in dem man von selbst aktiv werden muss, um gehört zu werden. Darauf zu warten, dass die Bundeskanzlerin einen an die Hand nimmt, entspricht einer falschen Erwartungshaltung. Der neue Wirtschaftsminister zu Guttenberg hat in jedem Fall eine Chance verdient. Denn seine Aussage, dass alle Lehrbücher an Gültigkeit verloren haben, zeigt den Mut zu neuem Denken, das für richtige Reformen bereit ist!

Rasmus Ph. Helt, Hamburg

„Wirtschaftsminister / Die Verpflichtung des Adels“ von Helmut Schümann

vom 11. Februar

Die Glosse ist des Tagesspiegels unwürdig. Sollte sie witzig sein? Zum besseren Verständnis der Dinge darf ich mir einige Bemerkungen erlauben: Der neue Wirtschaftsminister hat so viele Vornamen, weil damit Vorfahren und Paten geehrt werden – leider geht diese hübsche Sitte heute mit den oft ungetauften „Maiks“ und „Kevins“ verloren. Adel verpflichtet, das ist wohl wahr und das hat auch der frühere – adlige – Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff so gesehen und vorgelebt. Man dient dem Staat und gibt sein Bestes. Karl-Theodor zu Guttenberg lebt in dieser Tradition. Sein bedeutender Großvater gleichen Namens (1921–1972) tat dasselbe bis kurz vor seinem Tod. Statt der genau abgeschriebenen Aufzählung der adligen Verwandtschaft (die man hat und sich bekanntlich nicht aussuchen kann) sollte man diesem jungen Minister eine glückliche Hand bei seiner schwierigen Aufgabe wünschen.

Renata v. Oppen, Berlin-Steglitz

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