Leserbriefe : NAHOSTKONFLIKT Angst schlägt Sympathie

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Betrifft: „Die im Schatten sieht man doch“ vom 12. November 2003

Ihre Darlegungen über antisemitische Ausformungen finde ich zwar interessant, aber sie gehen doch m.E. ein wenig am Problem vorbei. So weckt doch der Nahostkonflikt – ungeachtet der gewissenlosen Vereinnahmung desselben seitens Bin Laden – ein nicht zu unterschätzendes Angstpotenzial. Dabei richtet sich der Unmut keineswegs gegen Israel allein, sondern gegen beide Streitgegner. Konflikte haben immer zwei Seiten. In diesem Sinne halte ich auch eine Kritik an beiden Seiten für notwendig, wenn nicht gar unerlässlich. Sympathie kann ich persönlich für keine von beiden Seiten empfinden. Denn Angst ist ein entschiedener Gegner von Sympathie. Auch kann ich nicht entscheiden, was gefährlicher ist: Arafats Heuchelei oder Scharons ungezügelte Brutalität. Jutta FraunholzJaeger, Berlin-Lichterfelde

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