Leserbriefe : Neue Aufgaben für die „Weltpolizei“

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Betrifft: Amerikas Reaktion auf demonstrierende Iraker

Unter dem Vorwand, dem irakischen Volk Freiheit und Demokratie zu bringen, wurde das Land von Amerikanern und Briten ohne UNMandat zerbombt. Dabei starben über tausend Zivilisten, Frauen und Kinder, die Zahl der Verwundeten beträgt Tausende, nicht zu vergessen die gefallenen und verwundeten Soldaten. Und nun schickt sich „der große Befreier“ an, demonstrierende Iraker zu erschießen, die Menschen, welche die ihnen versprochene Demokratie und somit das Demonstrationsrecht ausüben wollten.

Da man nun keine Jubelszenen mehr erlebt und zur Kenntnis nehmen muss, dass man unerwünscht ist und die Iraker sich ihre Regierung ohne fremde Einmischung bilden wollen, hat man einen neuen Schuldigen ausgemacht: Syrien. Mit Konsequenzen wird gedroht – und die kennen wir nun –, und schnell wird eine Ölpipeline gekappt. Da man bisher im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden hat, weiß man nun, wo sie gelagert sind, natürlich in Syrien, oder? Man fühlt sich bedroht, es muss gehandelt werden. Also, auf Amerikaner und Briten, es stellen sich neue Aufgaben für die „Weltpolizei“, die neu geschaffene Ordnung muss verteidigt werden, natürlich mit modernen Bomben, die sind doch so sauber in der Kriegsführung.

Udo Mürdter, Berlin

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