Leserbriefe : Nicht für alle ist Gesundheit bezahlbar

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„Fragen Sie nicht Ihren Politiker“

vom 13. September 2006

Der Autor spricht aus, worüber bei der ganzen Reform kein Wort fällt – Eigenverantwortung ist keine Frage des Einkommens. Zunehmende Geldausgaben durch Suchtverhalten (Alkohol, Tabak, Fast Food) sollte durch Aufklärung und Risiko-Eigenbeteiligung angegangen werden. Die bald nicht mehr bezahlbaAusgaben durch die Wohlstandskrankheiten werden dann in den nächsten Jahrzehnten sinken. Auch daran sollte eine Gesundheitsreform gemessen werden.

Palle Bentsen, Berlin-Wilmersdorf

„Chronik eines schleichenden Todes“

vom 10. September 2006

Ich frage mich, wie es möglich ist, dass in Deutschland ein gesetzlich krankenversicherter Mensch an einer Krankheit stirbt, die man gut hätte behandeln können, nur weil eine neue Behandlungsmethode für diese Krankheit in den Leistungskatalogen der Krankenkassen nicht vorgesehen ist. Privat Versicherte dagegen bekommen die entsprechende Therapie bezahlt. Das beweist doch nur, dass es in Deutschland schon längst die Zweiklassenmedizin gibt. Ich frage mich auch, warum für Julia Längsfeld nicht Geld gesammelt wurde, um ihr die lebenswichtige Therapie zu ermöglichen. Es wird so oft zum Spenden aufgerufen, warum nicht für diese Frau?

Es wird so viel Geld für unnütze und sinnlose Dinge verschwendet und da sind noch nicht einmal 3000 Euro im Monat übrig, um einen Menschen, der bislang brav seine Krankenkassenbeiträge bezahlt hat, am Leben zu erhalten? Das finde ich wirklich schlimm. Man kann nur hoffen, dass man selbst nicht einmal in eine solche Lage gerät.

Bärbel Romahn, Berlin-Wittenau

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