Leserbriefe : Niedrige Wahlbeteiligung relativiert CSU-Sieg

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Betrifft: „Stoiber überflügelt Strauß“ vom 22. September 2003

Etliche TagesspiegelLeser werden sich bei der Montag- und Dienstag-Lektüre ihrer Zeitung irritiert gefragt haben, ob der Tagesspiegel an den „Bayern-Kurier“ übergegangen ist, angesichts von über sechs Seiten Jubel und Hofberichterstattung zum Wahlsieg der CSU.

Nur sehr aufmerksame Leser konnten dann aber erstaunt erfahren, dass es in Wirklichkeit durch die niedrige Wahlbeteiligung das schlechteste Wahlergebnis der CSU seit vier Jahrzehnten war, bei dem im Gegensatz zur letzten Bundestagswahl die Partei 1,2 Millionen weniger Stimmen bekam. Wer im Kommentar auf Seite eins Edmund Stoiber als weit ins Land strahlenden Stern bezeichnet, sollte auch daran denken, dass sich – analog zur Schill-Wahl in Hamburg – Millionen Menschen außerhalb Bayerns fassungslos an den Kopf greifen.

Bernd Heller, Berlin-Charlottenburg

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