Leserbriefe : Nur geträumt

„Aus für Transrapid – zu teuer“

vom 28. März

Wenn ich das Gerumpel der Berliner S-Bahnzüge (neuester Bauart!) hören muss, träume auch ich gern von radlos dahinrauschenden Hochgeschwindigkeitszügen. Wenn uns allerdings vorgerechnet wird, dass die 37 Kilometer lange Strecke, auf der solch ein Zug dahingleiten soll, 3,4 Milliarden Euro kosten soll, beginnt unsereins schon in Relationen zu denken: Einen zu vernachlässigenden Unsicherheitsfaktor von nur zehn Prozent eingerechnet, kostet ein Streckenkilometer runde 100 Millionen Euro, oder – noch greifbarer, wenn auch noch weniger begreiflich – ein Euro je Millimeter! Kippt man diese Milliarden ins Erdinger Moos, damit ein paar Tausend Münchner anstatt bisher 30 nunmehr zehn Minuten für die Fahrt vom Stachus zum Flugplatz brauchen, dann „bereichern“ sich an diesem unvorstellbar vielen Geld – außer einigen Großaktionären nur etwa 700 Beschäftigte entlang der Transrapid-Strecke, die (vielleicht) einen Dauerarbeitsplatz besäßen …

Michael H. Winkelmann,

Berlin-Frohnau

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