Leserbriefe : Ohne wirtschaftliches Risiko

„ARD & Co. im Internet / Alles online, oder was?“ von Joachim Huber vom 11. Juni

Ihr Leitartikel trifft den Nagel auf den Kopf. Mit welchem Recht machen die öffentlich rechtlichen Fernsehsender den Zeitungsverlagen im Internet Konkurrenz? Da ARD und ZDF durch überhöhte Zwangsgebühren wirtschaftlich völlig risikofrei agieren können, würde der freie Wettbewerb völlig zulasten der privaten Sender und Verlage verzerrt.

Es sollte ohnehin mal geprüft werden, ob zwei staatliche TV-Anstalten noch zeitgemäß sind. Das ZDF wurde meines Wissens damals ins Leben gerufen, um der bis dahin allein agierenden ARD durch einen Wettbewerber mehr Schwung zu geben. Durch die vielen inzwischen entstandenen privaten TV-Sender ist dieser Grund längst nicht mehr vorhanden. Man sollte daher aus Kostengründen nur noch einen öffentlich-rechtlichen Sender durch Zwangsgebühren finanzieren.

Auch an den für nur einen Sender verbleibenden Gebühren könnte man noch viel einsparen. Schon lange haben sich die Gehälter, Gagen und Vergütungen der Fernsehschaffenden im Verhältnis zu den Einkommen normaler Durchschnittsverdiener um ein Vielfaches vermehrt. Das Geld wird mit vollen Händen ausgegeben. Wenn es nicht ausreicht, werden Gebührenerhöhungen beantragt, die überwiegend „abgenickt“ werden.

Gunter Blachwitz,

Berlin-Frohnau

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