Leserbriefe : Pampiges Urteil über Synchronisation

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Betrifft: „Ihr Deutschen seid immer so hinter der Erotik her“ vom 18. April 2004

Zu Ihrem Artikel über Jamie Oliver möchten wir Ihnen unseren Standpunkt zur Kenntnis bringen. Das offensichtlich nur geschmacklich motivierte Urteil über die deutsche Synchronisation von Jamie Oliver dürfen wir mit ein paar würzenden Beigaben verfeinern.

Sowohl der Erfolg bei den Zuschauern als auch die zugenommene Popularität, siehe Ihr Interview vom Sonntag, sind mithin auch darauf zurückzuführen, dass Jamie im Fernsehen Deutsch sprechen kann.

So akzeptiert der junge Koch hierzulande durchaus das fehlende Lispeln, wenn er dafür versteht, was als Nächstes in die Pfanne kommen soll. Natürlich geht dabei ein Teil der Persönlichkeit vom Original, nämlich die Stimme, verloren. Auch unabhängige Küchenhilfen bestätigen uns allerdings, dass wir mit unserer deutschen Fassung dennoch den Geist und die Intention von Jamie gut von der Insel rüberbringen – und mal ehrlich: Der Wein, den Sie im Urlaub trinken, schmeckt auf Ihrem Balkon auch anders.

Matthias Müntefering, Herstellungsleitung,Deutsche Synchron Filmgesellschaft mbH,

Berlin

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