Leserbriefe : Pausenlos Deutsch sprechen

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„Respekt vor der Eigenverantwortung“

vom 30. Januar 2006 und

„Kein Türkisch, nirgends“

vom 24. Januar 2006

Die entstandenen ausländischen Sprachräume außerhalb des Unterrichts sind nicht mit der „Keule“ zu minimieren, geschweige denn zu kontrollieren. Natürlich ist die deutsche Sprache prägendes Sozialisations- und Erziehungsziel der Schule und muss zur gleichberechtigten sozialen und beruflichen Qualifikation ausländischer Kinder und Jugendlicher permanent und mit großer Intensität umgesetzt werden. Der hier eingeschlagene Weg indes bekämpft ein Symptom mit Mitteln, die ich für äußerst fragwürdig halte. Abgelenkt wird von der Analyse der Ursachen. Als Alibi für eine versäumte, erfolgreiche Integrationspolitik des Senats kann die „neue Idee“ ganz gut dienen. Statt Integration bedeutet dieser Maulkorberlass mit Verordnungscharakter für einen großen Teil der ausländischen Kinder und Jugendlichen eher eine Polarisierung in einem ohnehin angespannten schulischen Umfeld.

Christian Neumann, Kleinmachnow

Jeder, der einmal im Ausland studiert hat, wird erfahren haben, dass es von Vorteil ist, auch unter den deutschen Kommilitonen die Sprache des Studienlandes zu sprechen, um sie schnellstmöglich zu beherrschen. Dass sich an zwei Berliner Schulen Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam diese Erkenntnis, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, zunutze machen, ist nur zu begrüßen.

Ralf Wagner, Berlin-Marzahn

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