Leserbriefe : Politiker sollten mit gutem Vorbild vorangehen

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Betrifft: „Nach der Rede ist vor der Tat“ im Tagesspiegel vom 15. März 2003

Müssten Politiker nicht erst einmal zeigen, dass sie die Situation wirklich kennen? Es wäre nicht zu viel verlangt, wenn sie erst ihre Privilegien abschaffen, zum Beispiel die horrenden Übergangsgelder und übermäßig hohen Pensionen. Dies wäre ein guter Weg, um die Bürger auf einige Unannehmlichkeiten vorzubereiten. Dies nennt man: Mit guten Beispiel vorangehen! Dies scheint aber in Deutschland nicht Sitte zu sein.

Es ist nicht strittig, dass viele Dinge geändert werden müssen, auch das Arbeitslosengeld, aber sollte man nicht lieber die Bezugsdauer an die Dauer der Beitragszeit festmachen? Wäre das nicht gerechter? Warum soll jemand, der 40 Jahre gearbeitet hat und dann mit 55 arbeitslos wird, mit zwölf oder 18 Monate Arbeitslosengeld abgespeist werden? Hat er nicht genug eingezahlt und sich ein Anrecht erwirkt?

Bernd J. Möller, Berlin

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