Leserbriefe : Rechtsextreme sind gefährlich

„Immer auf die Lehrer / Da trifft einen

der Schlag“ von Gerd Nowakowski

vom 19. Dezember

Es ist unglaublich, was unser Staat sich alles bieten lässt, wie er sich dem Hohn der jugendlichen Gewalttäter, noch Kinder mitunter, aussetzt. Da werden Busfahrer zusammengeschlagen, Lehrer verprügelt, Ausländer (von Neonazis) krankenhausreif geschlagen, wenn nicht gar totgeprügelt, mit Messern wird zugestochen. Politiker aller Couleur, Regierung wie Opposition empören sich, doch nichts weiter geschieht, man geht zur Tagesordnung über. Wenn dann aber doch mal ein Politiker Kontrollen mit Hilfe von Kameras fordert, um nur ein Beispiel zu nennen, dann treten sofort die Kritiker auf den Plan. Das hilft überhaupt nicht, sagen die einen, Überwachungsstaat, die andern. Die Justiz trägt mit ihren meist milden Urteilen das ihre dazu bei, dass diese Täter sich zu weiteren Taten geradezu ermuntert fühlen. Sicher können Kameras keine Gewalttaten verhindern, aber die Täter können schnell gefasst, weil leichter identifiziert werden, und das kann nicht nur, es wird mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit zur Eindämmung von Gewalt führen.

Was ist das nur für eine Gesellschaft geworden, in der die Opfer kaum Zuwendung erfahren, die Täter mit einer schweren Kindheit oder Jugend, mit asozialen Familienverhältnissen oder unwürdigem Migrantendasein entschuldigt werden. Und wenn dann noch Alkohol oder Drogen im Spiel sind, dann gibt es in jedem Fall mildernde Umstände.

Sind es nicht Neonazis, die brutale Gewalt ausüben, dann sind es auf der anderen Seite Türken oder Araber. Natürlich sind die überwiegende Mehrzahl der Migranten arabischer oder türkischer Abstammung keine Gewalttäter, es ist nur eine kleine Minderheit, aber die hat es in sich. Das muss man einfach zur Kenntnis nehmen.

Es ist erstaunlich, dass erst, da ein Polizeichef lebensgefährlich verletzt wird, dazu noch in Bayern, die rechtsextreme Szene „ganz ernst“ genommen wird, wie Angela Merkel verlauten lässt. Von Beginn an nach der Wende ist man dem braunen Sumpf nicht entschlossen genug entgegengetreten, weder die Politik noch die Justiz. Sie mögen so weitermachen, bis der ganz große Demagoge mit dem notwendigen Charisma kommt. Dann wird es zu spät sein. Schon einmal hat man einen Demagogen nicht ernst genug genommen. Die Folgen sind bekannt.

Burkhard Koettlitz,

Berlin-Wilmersdorf

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben