Leserbriefe : Rentner müssen bescheiden bleiben

„Scholz will Renten stärker erhöhen“

vom 14. März

Angenehm, dass ein Minister sich erbarmt, die Renten stärker zu erhöhen, wenngleich die Rentenempfänger blass dagegen aussehen, aber vergleicht man das eine in Visier genommene Prozent oder weniger mit den aktuellen Lohnforderungen einiger Berufsgruppen, deren Vorstellungen an eine zweistellige Erhöhung heranreichen, liegt die Rentenerhöhung weit unter dem Betrag der Teuerungsraten. Sollten bestimmte Berufsgruppen für sich wesentlich mehr durchsetzen, würden sich Rentenempfänger noch bescheidener dagegen ausnehmen. Schon jetzt ist deutlich eine Welle ansteigender Preise zu erkennen, weil in wichtigen Bereichen die Teuerung immer mehr durchschlägt, die durch hohe Lohnforderungen noch angeheizt würde und letztlich keinem nutzen kann, wenn die Preise entsprechend mitziehen und schon keineswegs den Rentenempfängern, solange auch noch ein „Riesterfaktor“ zur allgemeinen Schmälerung beiträgt, obgleich viele gar nicht am „Riestersegen“ partizipieren, weil es die Alternative der Riesterrente in ihrem Arbeitsleben noch gar nicht gab und die gesamten Höchstbeträge in die Rentenversicherung zwecks Sicherung einer guten Anwartschaft für eine zukünftige Rentenerwartung flossen und die Pflegeversicherung noch mit erheblichen Rücklagen glänzen konnte, jetzt aber eine Beitragserhöhung ins Haus steht. Bei der Erhöhung der Mehrwertsteuer hieß es, die Sozialversicherung würde hiermit unterstützt, und wie wirkt sich das jetzt aus?

Nils Boettcher, Berlin-Zehlendorf

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