Leserbriefe : Richard Schröder akzeptiert die Wirtschaftsverhältnisse als gottgegeben

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„Wir waren das Volk“ vom 30.August 2004

Zustimmung zu Daniela Dahn. Gut, dass hier auch mal wieder die Militärausgaben in die Kritik einbezogen werden. Der sich heute gegen vielfältige Hürden artikulierende Protest auf der Straße bedarf der intellektuellen Unterstützung, um politisch wirksam zu werden. Vieles erinnert nicht nur an die „Situation von vor 15 Jahren“. Auch die Protestbewegung von 1968 ff. speiste sich aus einem breit gefächerten Bündel des politischen Unmuts. Auch der damalige Protest wurde von den politisch Verantwortlichen zunächst nicht ernst genommen, verlacht und vielfach verunglimpft, seine Berechtigung wurde bestritten. Die aus den damaligen Protesten erwachsene Partei der Grünen wurde bekämpft und für „politikunfähig“ gehalten. Rollentausch: Viele der damals Protestierenden verunglimpfen den heutigen Protest in ähnlicher Schärfe und Unsachlichkeit, wie es damals ihre Gegner taten.

Peter Noll, SteglitzZehlendorf

„Daniela Dahns Traum vom Tafelsilber“ vom 12. September 2004

Dank an Richard Schröder für die Einordnung Daniela Dahns kruder Theorien zum Eigentumsrecht. Ich denke, wären alle PDS-Wähler, entgegen landläufiger Meinung zu einem nicht unerheblichen Teil mittlerweile Datschen- und Eigenheimbesitzer, über die Auffassungen der PDS-Parteigängerin Dahn informiert, würde sich die Begeisterung für diese Partei schnell abkühlen …

Jan Ackermann, Berlin-Wilmersdorf

Einen Dank an Richard Schröder für diese Analyse und Widerlegung von PDS-nahen Lösungsvorschlägen zur derzeitigen Wirtschaftskrise. Als „gelernter“ DDR-Bürger kann ich nur mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen, dass die PDS mit ihren Parolen bis zu 30 Prozent Zustimmung bei den Wählern findet, denn der Ruin der DDR-Wirtschaft beruhte auf der Anwendung dieser oder zumindest ähnlicher Rezepte. Hört man sich aber um, so macht sich eine Legende breit : Danach wurde die DDRWirtschaft nach der Wende durch westdeutsche Unternehmen „platt gemacht“, schließlich gehörte die DDR ja zu den zehn führenden Wirtschaftsnationen der Welt. Um so wichtiger ist es, solch klaren Analysen wie die von Richard Schröder zu lesen, denn was er als Halbwissen bezeichnet, ist schlichte Dummheit.

Marcus Schramm, Falkensee

Hier spricht also kein Mann der Wirtschaft, sondern ein Professor für Theologie. Mit dem Neuen Testament aber haben die gemachten Aussagen wenig zu tun. Das kann jeder interessierte Laie nachlesen, der eine Bibel besitzt. Herr Köhler darf da schon eher die „Ungleichheit“ zementieren, er ist ja Ökonom. Aber ein Mann der Kirche?

Beate Leibe, Berlin-Wittenau

Herzlichen Dank und Glückwunsch an die Redaktion für die (hoffentlich) auch den Autor der Replik auf Daniela Dehn treffende Karikatur.

Dr. Günter Tiede, Berlin-Lankwitz

Theologieprofessor Richard Schröder hat sich auf unbekanntes Territorium begeben. Unbeleckt von volkswirtschaftlichen und ökonomischen Kenntnissen und unbeeindruckt von unwiderlegbaren Fakten belehrt er den staunenden Leser über grundlegende ökonomische Zusammenhänge und Zustände in diesem Lande. Besser gesagt: Er predigt das, was er glaubt. Und er glaubt das, was täglich von Wirtschaft, Politik und Massenmedien den Menschen eingehämmert wird. Es ist mehr als verwunderlich, dass ein Theologe Lobpreisungen auf die segensreiche Wirkung des internationalen Kapitals zu Papier bringt.

Dr. Klaus Blessing, Zeuthen

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