Leserbriefe : Rot-grüne Minuspunkte

-

Betrifft: „Brüssel soll Atomexport verhindern“ vom 12. Dezember 2003

Die Hanauer MOXAnlage, von Siemens für 700 Millionen Euro 1991 fertig gestellt, ging nach jahrelangem juristischen Tauziehen, insbesondere durch Blockade des damaligen hessischen Umweltministers Joschka Fischer, nie in Betrieb. In der Anlage sollte Plutonium aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente zu Uran-Plutonium-Mischoxid (MOX) verarbeitet werden. Eine Nutzung dieser Anlage in Russland zur Beseitigung von Waffenplutonium konnte Kanzler Schröder im Jahr 2000 gegen die Grünen nicht durchsetzen. Jetzt will Schröder einen Export der „zwischengelagerten“ Anlage nach China. Der Leiter der Hanauer Rückbaubetriebe bei Siemens, Peter Faber, schließt einen militärischen Missbrauch der Anlage definitiv aus. Schröder wies darauf hin, dass es bei dem möglichen Geschäft nicht darum gehe, dass China waffenfähiges Plutonium herstellen könne. Dies brauche die Atommacht China nicht. Ob das Geschäft jetzt mit Kontrolle der Internationalen Atomenergie-Behörde in Wien zustande kommt, ist zweifelhaft. Minuspunkte für Rot-Grün!

Ludwig Lindner, Marl

0 Kommentare

Neuester Kommentar