Leserbriefe : Schüler im Mittelpunkt

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Betrifft: „Schule im Widerstand“ vom 22. März

Bevor ich 2001 auf das ErichFried-Gymnasium wechselte, war ich auf einer Schule mit mathematischem Profil, also ist mir das Denken des Landesschulrats gar nicht fremd, wenn er sagt, es gäbe zu viele Gymnasien im Bezirk. In den Jahren am „Fried“ durfte ich noch ein anderes Denken kennen lernen: Eins, das Schüler in den Mittelpunkt stellt, und sich um jeden Einzelnen kümmert. Der gemeinsame Kampf von Schülern, Lehrern und Eltern hat bei uns ein Demokratiebewusstsein geweckt, dass Entscheidungen hinterfragt, Argumente einfordert und immer nach der besten Lösung sucht. Das scheinen wir dem Schulamt allerdings vorauszuhaben, wenn es unsere Schule durch den Filter dünner Zahlen aburteilt, ohne auf unsere Vorschläge Rücksicht zu nehmen. Das „Fried“ ist längst so attraktiv, dass in jedem Jahrgang viele Schüler aus anderen Bezirken lernen. Ließe man die angehenden Berliner Gymnasiasten frei entscheiden, wäre unsere Schule nicht vom Auslaufen bedroht.

Marco Meyer, Berlin-Oberschöneweide

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