Leserbriefe : Schutzimpfungen sind nicht überflüssig

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„Zu wenig Impfungen: Ärzte schlagen Alarm“ vom 2. November und „Impfungen sind nicht unbedingt zu empfehlen“ vom 7. Novemer 2004

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass vor der Zulassung von Impfstoffen durch das PaulEhrlich-Institut die Impfstoffe in wissenschaftlichen Studien nicht nur ihre Wirksamkeit, sondern auch ihre gute Verträglichkeit beweisen müssen.

Eine Schutzimpfung ist keineswegs überflüssig, nur weil die entsprechende Erkrankung (vor allem dank der Impfung) selten geworden ist. Das zeigt das erneute Auftreten von schon zurückgedrängten Erkrankungen in Regionen mit niedrigen Durchimpfungsraten, zum Beispiel Krankheitsausbrüche von Masern in Deutschland.

Eine Impfung aktiviert das Immunsystem, ohne dass das erhöhte Komplikationsrisiko der Erkrankung in Kauf genommen werden muss. Unnötiges Leiden kann so verhindert werden. Wer als Erwachsener diese Chance vergibt, gefährdet sich selbst. Mütter oder Väter dagegen riskieren ohne Not die Gesundheit ihres Kindes.

Susanne Glasmacher, Robert KochInstitut Berlin

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