Leserbriefe : SelbstgebackenerKuchen

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Betrifft: „Links daneben ist auch vorbei“ vom 17. Februar 2003

Wahlsonntag. Die Wahlen in Niedersachsen und Hessen lassen für die SPD nichts Gutes erahnen. Da sitzen in einem Berliner Büro also sechs „potenzielle Revolutionäre“ zusammen und tun, was zu dieser Zeit viele Verantwortliche in der SPD machen: analysieren, Fehler benennen, Folgen diskutieren und über die Politik der kommenden Monate reden. Alles in allem ein üblicher Meinungsaustausch, wie an vielen Wahlsonntagen in Vergangenheit und Zukunft.

Darin nun erkennt der Tagesspiegel die Keimzelle einer Revolution. Höchst konspirativ, so die journalistische Recherche, sei dort verabredet worden, Gerhard Schröder auch weiterhin zu unterstützen. Darauf muss man erst einmal kommen.

Die Wahrheit kann man nur sehen, wenn man dicht dran ist. Daran mangelt es dem Tagesspiegel, aber die Wahrheit dieses Treffens wäre ja auch keine Zeile wert. Apropos Wahrheit: Wenn es derselben dient, dann für den Tagesspiegel exklusiv: Es gab an diesem Wahlsonntag Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Genauer: Apfelsinen, Mandel- und Käsekuchen. Und es war sehr lecker.Andrea Nahles, Mitglied SPD Parteivorstand

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