Leserbriefe : Sicherer Fußball – nur mit Polizeischutz

„Dresdner Fans dürfen nun doch nach

Berlin reisen / 2000 Dynamo-Anhänger

bei Union-Spiel erwartet“ von André Görke

und Matthias Koch vom 24. April

Es dürfte kaum vom Prinzip der Verhältnismäßigkeit gedeckt sein, wenn die Polizei über 1000 Beamte aufbieten muss, um ein Drittligaspiel einigermaßen störungsfrei über die Bühne zu bekommen und friedlichen Fans einen sicheren Stadionaufenthalt zu gewährleisten. In der Dritten Liga hat man sich offenbar zufrieden damit arrangiert, dass vereinsinterne Versäumnisse – wie insbesondere aktive Fanarbeit – auf Kosten der Steuerzahler glattgebügelt werden. Es kann gesellschaftlich nicht gewollt sein, öffentliche Zuschüsse Jahr für Jahr zu streichen, jedoch gleichzeitig fragwürdige Polizeiaktionen über öffentliche Haushalte zu finanzieren, weil sich die Mitverursacher aus der Verantwortung stehlen.

Dieter Dannemann,

Berlin-Prenzlauer Berg

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben