Leserbriefe : So werden Touristen abgeschreckt

„Keine Fahrpläne, kein Personal – Service auf Bahnhöfen vielfach mangelhaft“

vom 28. Dezember

„Die Bahn reagierte auf die Kritik mit Unverständnis“ schreiben Sie. Ist ja niedlich. Würde „die Bahn“ täglich ihre Verkehrsmittel und Bahnhöfe benutzen müssen, wären die Zustände andere. Das gilt in Teilen leider inzwischen auch für die BVG. Die Verantwortlichen rollen mit dem Dienstwagen durch die Landschaft statt mit den Bussen/Bahnen ihres Unternehmens und bekommen nichts mit!

Wie ist es sonst zu erklären, dass man bei den meisten S-Bahnhöfen erst zu den Bahnsteigen hochlaufen muss, um einen Blick in den Fahrplan werfen zu können? Dass man niemand auf S-Bahnhöfen etwas fragen kann, denn es gibt weder Personal noch Informationssäulen (wie bei der U-Bahn). Dass auf den Bahnhöfen gequalmt wird ohne Ende. Diese Liste ließe sich endlos fortführen. Aber die Bahn reagiert mit Unverständnis! Tourismus wird immer wichtiger in Berlin, sagt der Regierende Bürgermeister. Stimmt! Wie ist es da möglich, dass der U-Bahnhof Kurfürstendamm, eine auch bei Touristinnen und Touristen sehr beliebte Flaniermeile und ein stark frequentierter Bahnhof, zwei Eingänge hat (beide an der Joachimsthaler Straße gelegen), die so ungepflegt sind, dass es einen graust! In einem Eingang stehen regelmäßig große Pfützen, durch die man durchwaten muss, der andere ist so verdreckt und versifft, dass man sich die Nase zuhalten muss, wenn man da rein- oder rausgeht. Alles bekannt, alles längst reklamiert. Es passiert nichts.

Wieso werden die Leitsysteme nicht zügiger auf den neuesten Stand gebracht? Wieso fehlen in so vielen S- und U-Bahnhöfen Pläne der Umgebung mit auch mindestens englischen Erläuterungen. Auch diese Liste ließe sich beliebig erweitern. Hier reagiere ich mit Unverständnis!

Sybille Uken, Berlin-Wilmersdorf

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